<h3> JG: Erhöhung des Kindergartengeldes geht in die falsche Richtung</h3>Die Junge Generation (JG) in der SVP kritisiert den Beschluss der Südtiroler Landesregierung zur Anpassung der Beiträge für den verlängerten Kindergarten. <BR /><BR />Die geplante Änderung sende ein falsches Signal, wenn gleichzeitig politisch immer wieder von einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen werde, erklärt JG-Landesvorsitzende Anna Künig.<BR /><BR />„Wir können nicht von Vereinbarkeit von Familie und Beruf sprechen und gleichzeitig die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten nur für jene zugänglich machen, die es sich leisten können“, so Künig.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1289277_image" /></div> <BR /><BR />Grundsätzlich begrüßt die JG die Verlängerung der Kindergartenzeiten. Diese stelle ein wichtiges Instrument für Familien dar, um Betreuung und berufliche Verpflichtungen besser miteinander vereinbaren zu können. Kritisch gesehen wird jedoch die geplante neue Beitragsregelung.<h3> Rund 60 Euro mehr pro Monat möglich</h3>Hintergrund der Kritik ist eine Änderung bei der Finanzierung der Nachmittagsbetreuung: Statt eines monatlichen Fixbetrags soll künftig ein pauschaler Beitrag von vier bis fünf Euro pro Nachmittag eingehoben werden.<BR /><BR />Nehmen Kinder das Angebot täglich in Anspruch, könne dies laut JG zu Mehrkosten von rund 60 Euro pro Monat und Kind führen.<BR /><BR />„Für viele Familien ist das keine Kleinigkeit, sondern eine spürbare zusätzliche Belastung im Haushaltsbudget“, betont Künig.<h3> Betreuung müsse für alle zugänglich bleiben</h3>Aus Sicht der Jungen Generation sei Kindergartenbetreuung kein Luxus, sondern ein gesellschaftliches Angebot, das allen Familien offenstehen müsse. Eine Politik, die zwar Betreuungsangebote ausbaut, gleichzeitig aber die Kosten erhöht, sende die falsche Botschaft an junge Familien.<BR /><BR />Für die JG steht daher fest: Der verlängerte Kindergarten sei grundsätzlich ein wichtiger Schritt moderner Familienpolitik – jedoch nur dann, wenn der Zugang für alle Kinder gewährleistet bleibt und nicht vom Einkommen der Eltern abhängt.