Die Landesregierung hat die Tages- und Stundensätze für stationäre und teilstationäre Einrichtungen für Minderjährige neu festgelegt. Ziel der Anpassung ist es, den gestiegenen Kosten Rechnung zu tragen und die wertvolle Arbeit der Träger langfristig abzusichern.<h3> Deutliche Aufwertung erfährt der Dienst „Betreutes Wohnen“</h3>Konkret wurde der Prozentsatz für die Finanzierung des Nachtpersonals erhöht. Zudem hat das Land die Beiträge für alle Dienste und Einrichtungen inflationsbedingt um 1,7 Prozent angehoben. Eine besonders deutliche Aufwertung erfährt der Dienst „Betreutes Wohnen“: Hier steigt der Landesbeitrag um 6,8 Prozent, um die stark gewachsenen Betriebskosten besser abzufedern.<BR /><BR />„Die Einrichtungen für Minderjährige leisten tagtäglich einen unersetzbaren Dienst. Sie schaffen ein unterstützendes und fürsorgliches Umfeld für Kinder und Jugendliche, die auf besondere Hilfe angewiesen sind“, betont Landesrätin Rosmarie Pamer.<h3> 2024 wurden insgesamt 236 Kinder und Jugendliche von den Sozialdiensten begleitet</h3>In Südtirol besteht ein vielfältiges Netz an Angeboten zum Schutz und zur Begleitung von Minderjährigen. Dazu zählen Wohngemeinschaften, der Dienst „Betreutes Wohnen“ sowie Tagesstätten. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 236 Kinder und Jugendliche von den Sozialdiensten begleitet.<BR /><BR />Derzeit gibt es 18 Wohngemeinschaften mit insgesamt 149 Plätzen. Im vergangenen Jahr lebten dort 121 Minderjährige, meist für weniger als ein Jahr. Ergänzend dazu fördert das Land mit dem „Begleiteten Wohnen“ gezielt die Selbstständigkeit junger Menschen: 31 Kinder und Jugendliche wurden 2024 in diesem Rahmen betreut, insgesamt stehen 43 Plätze in 16 Diensten zur Verfügung.<h3> 25 Millionen Euro zur Verfügung</h3>Auch die Tagesstätten spielen eine wichtige Rolle. In den acht Einrichtungen mit insgesamt 95 Plätzen erfolgt die Betreuung ausschließlich tagsüber. Der Schwerpunkt liegt auf sozialer Integration, der Stärkung sozialer Kompetenzen sowie auf der engen Einbindung der Familien. 84 Kinder und Jugendliche nutzten dieses Angebot im Jahr 2024.<BR /><BR />Für den gesamten Bereich der Einrichtungen und Dienste für Minderjährige stellt das Land rund 25 Millionen Euro zur Verfügung.