Landeshauptmann Luis Durnwalder kündigte am Montag auf der Pressekonferenz der Landesregierung an, dass sein Gesetzentwurf, der bereits einmal im Landtag zur Diskussion stand und wegen der Obstruktion der Opposition gescheitert ist, noch heuer dem Landtag erneut vorgelegt wird.Im Entwurf ist unter anderem vorgesehen, dass bei strittigen Namen eine Umfrage des Landesstatistikinstituts ASTAT klären soll, ob er in Gebrauch ist oder nicht.„Kein Römer und kein Wiener, sondern nur die Südtiroler Bevölkerung hat das Recht, über Namen zu entscheiden“, so Durnwalder, der sich auf einen Brief von Regionenminister Fitto bezog.Dieser hatte das Land aufgefordert, das Schilder-Problem des AVS innerhalb von zwei Wochen zu lösen.Durnwalder zeigte sich vom Brief aber „wenig beeindruckt. Fittos Argument, dass Personen durch die einsprachige Beschilderung in Gefahr sind, bedeute, „dass in anderen Teilen Europas viele in ständiger Gefahr leben“, so der Landeshauptmann.Tatsache bleibe, dass die Ortsnamengebung Kompetenz der Landesregierung und nicht der Regierung in Rom sei.Bei der Beschilderung des AVS gelte nach wie vor: „Schilder, für die der Alpenverein öffentliche Gelder bekommen hat oder die auf öffentlichem Grund stehen, müssen zweisprachig sein. Allerdings werden nur jene Teile übersetzt, die übersetzbar sind, also Alm, Straße, Weg oder Hütte“, so Durnwalder.Die Steinalm werde so zur Malga Stein, der Koflerhof zum Maso Kofler. Auf privatem Grund könne jeder über die Beschilderung selbst entscheiden.„Historisch gewachsene Namen werden nicht übersetzt. Das wäre eine Fälschung und niemand, gar niemand, hat das Recht dazu. Alle Namen der Katastralgemeinden sind hingegen bereits zweisprachig und können offiziell verwendet werden“, unterstrich der Landeshauptmann.Die Landesregierung hat heute Landesrat Hans Berger den Auftrag erteilt, ein Schreiben an den AVS und den CAI zu richten. Im Brief werden die beiden Alpenvereine aufgefordert, eine Einigung zu finden.„Dabei braucht es etwas guten Willen auf allen Seiten. Wir wollen keine Regelung, die den europäischen Geist widerspricht“, erklärte Durnwalder.rb