Angesichts fehlender Unterstützung Italiens im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fehlenden Mut vorgeworfen. „Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt“, sagte er in einem vergangene Woche veröffentlichten Interview mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Er sei „schockiert über sie“ gewesen.<BR /><BR />Mit Blick auf die Verteidigungsausgaben, die Italien wie andere NATO-Staaten auch erhöht, betonte Meloni, diese blieben wichtig, zugleich verwies sie jedoch auf andere dringende Prioritäten. Angesichts von Energieproblemen gebe es Bereiche, die derzeit Vorrang hätten. „Wir müssen unsere Positionen an einen sich verändernden Kontext anpassen“, fügte sie hinzu.<h3>Italien für internationale Präsenz an Grenze zwischen Israel und Libanon</h3>Zum Nahen Osten sagte Meloni, eine internationale Präsenz an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon sei notwendig. Italien könne mit seiner Beteiligung an der UN-Friedensmission UNIFIL eine wichtige Rolle spielen. Darüber habe sie auch mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun gesprochen. Es gelte, einen rechtlichen Rahmen zu finden.<BR />Eine Wiederannäherung an Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin im Rahmen der G20 hält Meloni derzeit für nicht angebracht.<BR /><BR /> „Ich denke, das ist der Moment, in dem wir von ihm verlangen müssen, Schritte nach vorn zu machen – nicht umgekehrt“, sagte sie. Nun sei es an der Zeit, entsprechende Forderungen an Russland zu stellen.