Freitag, 04. September 2020

Meran: Neues Schuljahr als „Herausforderung“

Am Montag beginnt das neue Schuljahr. „Es ist ein rundum außergewöhnliches, das mit ganz besonderen Herausforderungen verknüpft ist: für die Schulen, aber auch für uns als Gemeinde“, so der Meraner Bürgermeister Paul Rösch.

Das neue Schuljahr stellt Schüler und Lehrer vor besondere Herausforderungen.
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Das neue Schuljahr stellt Schüler und Lehrer vor besondere Herausforderungen. - Foto: © shutterstock
Für die Schulen und die Verwaltungen ist das Schuljahr 2020/2021 eine Herausforderung, weil die Covid-19-Sicherheits- und Hygienemaßnahmen ganz neue Rahmenbedingungen geschaffen haben.

„Kaum ein Stein bleibt auf dem anderen und das Schwierigste ist, dass die Entwicklung dynamisch ist, wir also nur auf den Status quo reagieren und Provisorien schaffen können“, so Rösch. Schon seit dem Frühjahr stehe die Gemeinde in einem engen Austausch mit den Schulen. „Wir besprechen uns wöchentlich vor allem mit den Grund- und Mittelschulen“, so Schulstadtrat Andrea Rossi. „So erfahren wir direkt, was sie brauchen, um den Schülerinnen und Schülern einen optimalen Unterricht bieten zu können.“ Die größten Probleme bereitet der wegen der Sicherheitsabstände gestiegene Raumbedarf der Meraner Schulen.

Anpassungen vorgenommen

„Wir haben als Gemeinde nicht nur die nötigen Anpassungs- und Umbauarbeiten in den Schulen durchgeführt und mit Möbeln ausgeholfen, sondern dort, wo es nötig war, auch Ausweichquartiere organisiert“, erklärt der zweite Schulstadtrat Stefan Frötscher. Neue Herausforderungen bietet das Schuljahr 2020/2021 auch, was die Nachmittagsbetreuung betrifft. Auch hier ist es die Gemeinde, die über die Kultur- und Jugendorganisationen ein möglichst breites Angebot organisiert und finanziert. „Es ist für die Familien essentiell, ihre Kinder nicht nur in guten Händen zu wissen, sondern auch in größtmöglicher Sicherheit“, sagt Bürgermeister Rösch.

Schulwege bereiten Sorgen

Sorgen bereiten noch die Schulwege, denn auch hier haben sich die Rahmenbedingungen wegen der Covid-Maßnahmen grundlegend verändert. Mobilitäts-Stadträtin Madeleine Rohrer hat ihr Augenmerk daher in den letzten Monaten vor allem darauf gelegt, attraktive und sichere Alternativen zu schaffen, damit die Eltern ihre Kinder nicht mit dem Auto in die Schule und damit den Verkehr in der Stadt zum Erliegen bringen.

„Deshalb haben wir das Radwegenetz ausgebaut und stocken auch die Pedibus-Linien von bisher fünf auf acht auf“, so Rohrer. Sie freut sich, dass vor allem das Pedibus-Angebot von den Eltern angenommen werde. „Mit 80 Anmeldungen haben wir in diesem Jahr rund doppelt so viele wie noch im Vorjahr“, so die Stadträtin. Noch seien die Anmeldungen zudem offen.

stol

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