Freitag, 31. Juli 2020

Meraner Nord-Westumfahrung: Weg frei für Vertragsunterzeichnung

Am gestrigen Donnerstag ist die Urteilsbegründung des Staatsrates zur Vergabe der Arbeiten zum Bau der Nordwestumfahrung Meran eingetroffen.

Rendering der neuen Ausfahrt aus dem Küchelbergtunnel .
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Rendering der neuen Ausfahrt aus dem Küchelbergtunnel . - Foto: © lpa
Mit dem Urteil am Donnerstag entschied der Staatsrat endgültig über den langwierigen Streit um die Vergabe für die Umfahrung Meran. Die Richter bestätigten dabei die Vergabe der Landesabteilung Tiefbau und lehnen die Berufung der Bietergemeinschaft Pizzarotti-Collini ab. Nun steht der Vertragsunterzeichnung für das größte Bauvorhaben des Landes nichts mehr im Wege.

Baubeginn im Herbst angestrebt


Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider unterstreicht, dass wenn es keine Verfahrenshindernisse gebe, die nicht vom Willen der Verwaltung abhängen würden, werde ein Vertragsabschluss Ende August angestrebt.

„Zusätzlich wollen wir uns mit den betroffenen Grundstückbesitzern treffen. Die Obsternte wird auf jeden Fall heuer im Herbst nicht durch die Bautätigkeit beeinträchtigt.“ Ein Baubeginn noch im heurigen Herbst sei realistisch, so Landesrat Alfreider.

Wichtig für bessere Verkehrsflüsse und Lebensqualität

Die Nord-West Umfahrung von Meran sei, so Landesrat Alfreider, verkehrstechnisch ein sehr wichtiges Projekt, vor allem für das Passeiertal und die Stadt Meran: Die Umfahrung verbessere speziell den Verkehrsfluss, aber auch insgesamt die Mobilität und somit die Lebensqualität im Bezirk Burggrafenamt und ganz Südtirol.

Aufgrund verschiedener Rekurse und Prüfungsverfahren habe sich der Bau schon „viel zu lange“ hinausgezögert. Wichtig sei nun, so bald wie möglich mit dem Bau zu starten.

Umfahrung: 3 Kilometer in 2 Baulosen

Die Nord-West-Umfahrung von Meran erfolgt weitgehend unterirdisch. Die Verkehrsinfrastruktur soll die Stadt vom Durchzugsverkehr entlasten und das Passeiertal und Dorf Tirol besser an die Schnellstraße Meran-Bozen anbinden.

Sie hat eine Gesamtlänge von rund 3 Kilometern und gliedert sich in 2 Baulose: Im Anschluss an den Tunnel von der Schnellstraße Meran-Bozen MeBo bis zum Meraner Bahnhof sieht das neue Baulos nun den Bau des sogenannten Küchelbergtunnels unterhalb der Goethestraße und des Zenobergs bis hin zur Handwerkerzone von Tirol vor.

Dort wird ein Kreisverkehr mit Anschlussstraßen in Richtung Passeier, Tirol und Obermais gebaut. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Brücke über die Passer unterhalb der Zenoburg erneuert und abgesenkt. Der gesamte Tunnelbau erfolgt in bergmännischer Bauweise. Es ist somit keine offene Bauweise mit einer offenen Baugrube vorgesehen, bis auf kleine Bereiche, wie für die Fluchtwege und die Startbaustelle beim Bauhof der Gemeinde Meran.

lpa/stol

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