Regierungssprecher Steffen Seibert verwies am Montag darauf, dass Deutschland Athen nach einem Schuldenerlass keine weiteren Kredite gewähren dürfte.Dies sei nach Haushaltsrecht nur möglich, wenn der Schadenseintritt unwahrscheinlich sei.„Einem Gläubiger, der gerade nicht seine Schulden zurückzahlt, können wir nicht unmittelbar danach neue Kredite beziehungsweise Garantien geben. Wir würden uns ja selber die Hände binden mit einer solchen Maßnahme“, sagte Seibert. Dies wäre auch nicht im Interesse Athens.Daher komme ein Schuldenschnitt durch staatliche Gläubiger nicht infrage. „Die Bundesregierung ist bestrebt, hier zu haushaltsrechtlich sauberen und auch vertretbaren Lösungen zu kommen“, betonte eine Sprecherin des Finanzministeriums. In anderen Ländern gebe es ähnliche Regelungen.Am Wochenende waren Forderungen aus der Troika von Internationalem Währungsfonds (IWF), EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) nach einem Schuldenerlass der Euro-Partner Griechenlands bekannt geworden. Nach früheren Angaben eines Eurozonen-Vertreters dringt der IWF auf einen Schuldenschnitt öffentlicher Gläubiger.apa/dpa/reuters