Montag, 24. Mai 2021

Merkel warnt vor neuen Pandemiegefahren

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor neuen Pandemiegefahren gewarnt. Sie rief die Weltgemeinschaft auf, bessere Vorbereitungen zu treffen.

Angela Merkel sprich sich für einen internationalen Pandemie-Vertrag aus, um für eine bessere Kooperation zwischen den Ländern zu sorgen.
Angela Merkel sprich sich für einen internationalen Pandemie-Vertrag aus, um für eine bessere Kooperation zwischen den Ländern zu sorgen. - Foto: © APA/afp / MICHAEL SOHN
„Diese Pandemie ist noch nicht bewältigt; und sie wird auch nicht die letzte sein“, sagte Merkel in einer Videobotschaft, die am Montag bei der virtuellen Tagung der 194 WHO-Mitgliedsländer eingespielt wurde.

Merkel spricht sich für einen internationalen Pandemievertrag aus

Die Bundeskanzlerin warb für einen internationalen Pandemievertrag, der Länder zu besserer Kooperation bringen soll. Die Hoffnung ist, dass dadurch früher gewarnt und schneller gehandelt werden kann, um eine neue globale Pandemie im Keim zu ersticken.

„Nach der Pandemie ist vor der Pandemie“, sagte Merkel. „Auf die nächste sollten wir möglichst gut vorbereitet sein. Das ist das Signal, das ich mir von dieser Weltgesundheitsversammlung erhoffe.“

Kritik an reichen Ländern wegen Impfstoff-Beschaffung

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte die reichen Länder, die den Großteil der verfügbaren Corona-Impfdosen aufgekauft hätten. 75 Prozent der Impfdosen seien in nur 10 Ländern. In vielen anderen Ländern müssten deshalb Millionen Mitarbeiter des Gesundheitswesens auf die wichtige Impfung warten.

Er appellierte an diese Länder, Impfdosen abzugeben. Er rief die Welt auf, dafür zu sorgen, dass bis September mindestens zehn Prozent der Menschen weltweit und bis Ende des Jahres 30 Prozent geimpft werden können.

Die Weltgesundheitsversammlung tagt jedes Jahr. Es ist das höchste Entscheidungsgremium der WHO. Sie legt unter anderem Schwerpunkte der Arbeit fest und entscheidet über das Budget.

dpa

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