In der Vergangenheit sei es zu oft vorgekommen, dass die Bedingungen des EU-Stabilitätspaktes nicht eingehalten wurden, sagte Merkel am Donnerstag nach ihrem Treffen mit Passos Coelho in Berlin.„Um möglichst viel Sicherheit zu haben, schlage ich diese Schuldenbremse vor“, sagte die Kanzlerin. Sie begrüßte, dass auch der portugiesische Ministerpräsident für dieses Instrument offen sei. Passos Coelho sagte, es gebe „keinen Grund, warum dies nicht auch in der Verfassung Portugals verankert werden soll“. Er äußerte sich zuversichtlich, dass die Opposition in seinem Land dem zustimmen werde.Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatten bei ihrem Treffen am 16. August in Paris vorgeschlagen, dass alle EU-Staaten sich in der Verfassung zur Begrenzung ihrer Schulden verpflichten. Deutschland hat dies bereits 2009 im Grundgesetz festgeschrieben. Die französische Regierung benötigt dafür eine Dreifünftelmehrheit im Parlament und ist daher auf die Zustimmung eines Teils der Opposition angewiesen.Der zur Bekämpfung der Schuldenkrise diskutierten Einführung von Eurobonds erteilte die Kanzlerin erneut eine Absage. „Eurobonds halte ich für die falsche Antwort“, sagte Merkel. Eine Vergemeinschaftung der Schulden sei „wirklich der falsche Weg“. Dann gebe es für die einzelnen Staaten „überhaupt keinen Inzentiv mehr, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern“.Portugal gehört zu den hoch verschuldeten Ländern der Euro-Zone, die Milliarden-Hilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen müssen, um den Staatsbankrott abzuwenden. apa/afp