Freitag, 26. Juni 2020

Mietwagenunternehmer fordern staatliche Lösungen

Die Abstandsregeln in den Nicht-Linientransporten hat die Südtiroler Landesregierung diese Woche aufgehoben: Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Südtirols Mietwagenunternehmer. Nun fordern sie, dass ihre Anliegen auch auf Staatsebene berücksichtigt werden.

Bei Südtirols Mietwagenunternehmer keimt Hoffnung auf. Nun fordern sie staatliche Lösungen.
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Bei Südtirols Mietwagenunternehmer keimt Hoffnung auf. Nun fordern sie staatliche Lösungen. - Foto: © dpa-tmn / Sina Schuldt
Reisebeschränkungen, fehlende Schülertransporte und die reduzierte Passagieranzahl haben sich über Monate negativ auf die Arbeit der Mietwagenunternehmer ausgewirkt.

Ein Hoffnungsschimmer kam diese Woche von der Südtiroler Landesregierung: Die nicht-öffentlichen Busdienste wurden den öffentlichen Busdiensten gleichgestellt. Das heißt, dass die bisher bestehenden Abstandsregeln für Nicht-Linientransporte nicht mehr im Landesgesetz enthalten sind. Folglich besteht jetzt lediglich die Pflicht, im öffentlichen Nahverkehr sowie bei Nicht-Linientransporten den Schutz von Mund und Nase zu tragen.

Doch das reiche laut lvh-Präsident Martin Haller nicht aus. Besonders in diesem Sektor müsse an staatlichen Lösungen gearbeitet werden.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Anliegen berücksichtigt wurden und ein Schritt auf die Mietwagenunternehmer zugegangen wurde. Doch besonders bei diesem Punkt ist eine staatliche Lösung dringend nötig. Schließlich müssen sich die Mietwagenunternehmer, wenn sie in den Süden fahren, an die strengeren nationalen Regeln halten. Das macht die Fahrt für die Betriebe dann wieder unrentabel“ , erklärt Haller.

Mehrere nationale Maßnahmen nötig

Forderungen auf nationaler Ebene wurden vor kurzem bereits in Zusammenarbeit mit dem nationalen Handwerkerverband Confartigianato gestellt. Dabei wurde ein umfangreiches Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, das kürzlich beim Treffen mit Salvatore Margiotta, Unterstaatssekretär für Infrastrukturen und Transport, diskutiert wurde.

Der Katalog enthält wichtige Punkte wie einen Entschädigungsfonds, die Stundung der Leasing-Raten sowie die Bezahlung von Transportleistungen, die aufgrund der Unterbrechung des Schuljahres nicht durchgeführt wurden.


stol