Aktuell hat Rom für Südtirol bereits 1700 Projekte genehmigt, für die das Land eine knappe Milliarde Euro erhält. <BR /><BR />Der Wiederaufbaufonds (Piano Nazionale di Ripresa e Resilienza/PNRR) ist aufgeteilt in 6 Bereiche, so genannte Missionen. Und diese wieder in unterschiedliche Unterkapitel. Nacheinander gingen und gehen nun Ausschreibungen auf, für die Länder und Regionen Projekte einreichen können. <BR /><BR />Südtirol hat insgesamt bereits 1700 Projekte genehmigt bekommen – für rund eine Milliarde Euro. Für 1470 Einzelprojekte und die dafür gewährten 610 Millionen Euro ist alles unter Dach und Fach, für den Rest fehlt nur noch die Unterschrift unter dem entsprechenden Dekret.<h3> „Keine geschenkten Gelder“</h3>„Das ist eine große Chance für Südtirol, die wir nutzen wollen und müssen“, freut sich der Generaldirektor des Landes, Alexander Steiner. Jedoch müsse man dabei immer berücksichtigen, „dass dies keine geschenkten Gelder sind. Es sind dies öffentliche Gelder, die für einen gewissen Zweck, ein gewisses Ziel verwendet werden und korrekt abrechnet werden müssen“.<BR /><BR />Wieviel wofür – darauf hätte auch der Landtagsabgeordnete des Team K, Dr. Franz Ploner, gerne eine Antwort bekommen und eine entsprechende Anfrage gestellt. Aus der Antwort des Landeshauptmannes Arno Kompatscher geht hervor, aus welchem Kapitel (Mission und Komponente) des PNRR wie viel Geld nach Südtirol fließt. <BR /><BR />Der größte Anteil geht demnach in den Bereich der „<b>Grünen Revolution und Energiewende</b>“ mit rund 420 Millionen Euro. Knapp 130 Millionen sind für den Bereich „<b>Digitalisierung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Kultur und Tourismus</b>“ vorgesehen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="915607_image" /></div> <BR /><BR />Genauer aufgelistet bekommen hat Ploner die Verwendungszwecke lediglich für den <b>Gesundheitsbereich</b> (Mission 6). Laut der Antwort des Landeshauptmannes – bearbeitet von der ebenfalls extra für die PNRR-Gelder eingesetzten Task Force – fließen von den rund 91 Millionen für den Gesundheitsbereich 35 Millionen in die Hausbetreuung. Gemeinschafts(ärzte)häuser werden mit 14 Millionen Euro aus dem PNRR ko-finanziert, 32 Millionen Euro legt das Land drauf. Für „sichere und nachhaltige Krankenhäuser gibt es beispielsweise 5 Millionen, 41 Millionen will das Land investieren und weitere 11 Millionen kommen aus dem Zusatzfonds zum PNRR. <BR /><BR />Unter dem Dach „Grüne Revolution und ökologischer Wandel“ mit den formell genehmigten 332 Millionen Euro stehen insgesamt 393 Einzelprojekte. Der größte Anteil mit 106 Millionen Euro geht in die Stromnetzinfrastruktur (resiliente Stromnetze, Smart Grid). Die Agentur für Bevölkerungsschutz bekommt für Projekte 51 Millionen, 50 Millionen bekommen Südtirols Gemeinden für die Sicherung von Gebäuden und Territorium. 13 Millionen Euro gehen in die Radmobilität, für den Ankauf von Zuggarnituren und Bussen wurden 15 Millionen genehmigt. <h3> Geld für Inklusion</h3>Im Bereich „Digitalisierung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Kultur und Tourismus“ bekommt Südtirol allein 23 Millionen für die Digitalisierung von Schulen und Gemeinden. Für den Bereich Bildung und Forschung gibt es rund 90Millionen Euro aus dem PNRR – 54 für Kinderhorte und Kindergärten, 8 für Mensen, Turnhallen und Gebäudesicherungen sowie 27 Millionen für den Forschungsbereich (inklusive Infrastrukturen und Stipendien). <BR /><BR />Auch den Bereich „Zusammenhalt und Inklusion“ gibt es im PNRR. Für Südtirol springen 27,5 Millionen dafür heraus.<BR />Für weitere über 300 Millionen PNRR-Euro gibt es bereits die Zusage aus Rom. Und ein knappes Dutzend weitere Aufrufe sind noch im Gange.<BR />