Sonntag, 17. März 2019

Mindestens 27 Tote bei Anschlägen in Afghanistan

In einer Reihe von Anschlägen in den afghanischen Unruheprovinzen Farjab, Helmand und Kandahar sind mindesten 27 Menschen getötet worden. Bei Attacken auf drei Polizeikontrollen und eine kleine Militärbasis in der Nordwestprovinz Farjab töteten radikalislamische Taliban mindestens 22 Menschen, wie die Provinzratsmitglieder Mohammad Nader Saidi und Abdul Baki Haschimi am Sonntag mitteilten.

Die radikalislamischen Taliban sind für die Anschläge verantwortlich.
Die radikalislamischen Taliban sind für die Anschläge verantwortlich. - Foto: © shutterstock

Weitere 14 Menschen wurden demnach bei den Zusammenstößen mit den Islamisten am Samstagabend verletzt, einige von ihnen schwer. Die Talibankämpfer hätten zudem vier Soldaten gefangen genommen, hieß es weiter.

In Kandahar im Süden des Landes wurden am Samstag vier Polizisten bei der Explosion einer Bombe am Straßenrand getötet, wie der Sprecher des Provinzgouverneurs, Asis Achmad Asisi, mitteilte.

In Laschkarga, der Hauptstadt der Südprovinz Helmand, explodierte am Samstag eine Haftbombe, die mit einem Magneten an einem Auto von Geheimdienstmitarbeitern befestigt war. Einer der Mitarbeiter wurde bei der Explosion getötet, drei seiner Kollegen wurden verletzt, wie der Sprecher des Provinzgouverneurs, Omar Swak, mitteilte.

Die Taliban befinden sich derzeit in Gesprächen mit einer US-Delegation, um eine politische Lösung des Afghanistan-Konflikts herbeizuführen. Dennoch haben die Islamisten ihre Angriffe auf Sicherheitskräfte des Landes verstärkt.

dpa 

stol