Sonntag, 05. Dezember 2021

Minister Brunetta begrüßt steigende Impfbereitschaft der Italiener

Der italienische Minister für öffentliche Verwaltung, Renato Brunetta, begrüßte in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ die steigende Impfbereitschaft der Italiener.

Renato Brunetta macht sich für das Impfen stark.
Renato Brunetta macht sich für das Impfen stark. - Foto: © ANSA / MAURIZIO BRAMBATTI
Laut Brunetta besteht die Strategie der italienischen Regierung darin, eine Rate von 90 Prozent bei den zweifach Geimpften zu erreichen, die Zahl der Ungeimpften so weit wie möglich zu begrenzen und für diejenigen, die sich nicht impfen lassen, die Beschränkungen strikt einzuhalten. Brunetta begrüßte, dass sich dank der am Montag in Kraft tretende Restriktionen viele Italiener einer Erstimpfung unterzogen hätten. Auch die Immunisierung mit der dritten Dosis schreite zügig voran.

Laut jüngsten Schätzungen der Gesundheitsbehörden sind in Italien noch rund 6,8 Millionen Personen ungeimpft.

Für Ungeimpfte wird es ab Montag bitter

Der Stiefelstaat verschärft ab Montag noch einmal die Regeln für Ungeimpfte. Bereits seit August muss beim Aufenthalt in Restaurants, Museen, Kinos, Theatern und bei Sportveranstaltungen der sogenannte „Green Pass“ vorgezeigt werden. Er gilt als Nachweis für eine überstandene Corona-Infektion, eine Impfung oder ein negatives Testergebnis. Ab dem 6. Dezember gilt in diesen Einrichtungen die 2G-Regel, dafür ist ein „Super Green Pass“ erforderlich.

Ab dem 15. Dezember müssen sich auch das Schulpersonal sowie Polizisten, Soldaten, Rettungskräfte und Angestellte in der Gesundheitsverwaltung gegen Covid-19 impfen lassen. Das Gesundheitspersonal, für das schon seit April eine Pflicht galt, benötigt eine Auffrischungsimpfung. Mehr als 87 Prozent der Menschen über 12 Jahren haben in Italien laut Gesundheitsministerium mindestens eine Impfdosis erhalten. Die Auffrischungsimpfung ist 5 Monate nach der zweiten Dosis möglich.

Die neuen Einschränkungen der Regierung erschweren den Alltag vor allem für die Ungeimpften. Seit dem 15. Oktober gelten in Italien bereits 3G-Regeln am Arbeitsplatz. Die Regelung wird nun auch auf Hotels, den öffentlichen Nahverkehr sowie Regionalbahnverkehr erweitert. Bisher musste man nur im Fernverkehr nachweisen, geimpft, negativ getestet oder genesen zu sein.

apa/stol