Die neue Fachleuteregierung, die Italien aus der akuten Schuldenkrise führen soll, verabschiedete ein Dekret zur Umsetzung einer föderalistischen Reform, die das Kabinett von Montis Vorgänger Silvio Berlusconi in die Wege geleitet hatte. Damit wird die Autonomie der Hauptstadt Rom im Steuerbereich gestärkt.Zugleich besprach Monti mit seinen 16 Ministern erste Schritte zur Umsetzung des Sparprogramms, das er dem Parlament vergangene Woche vorgestellt hatte. Monti will in erster Linie die grassierende Schattenwirtschaft bekämpfen. So will der Premier Bargeldzahlungen Einschränkungen unterziehen.Monti denkt auch an eine Verschärfung der milliardenschweren Sparpakete, die Berlusconi in den vergangenen Monaten verabschiedet hatte. Weiters überprüft die Regierung die Wiedereinführung der Immobiliensteuer ICI für Erstwohnungen.Trotz der Anstrengungen der neuen Regierung legten die Zinssätze für Staatsanleihen wieder zu. Die Mailänder Börse meldete dagegen schwere Kursverluste. Vor allem Bankenaktien meldeten schwere Rückgänge.apa