Freitag, 24. April 2020

Ministerrat genehmigt Dokument für Wirtschaftsplanung

Der Ministerrat in Rom hat heute am Freitag das neue Dokument mit der Wirtschafts- und Finanzplanung (DEF) verabschiedet. Es sieht zusätzliche Schulden in Höhe von 55 Milliarden Euro vor.

Ministerpräsident Giuseppe Conte.
Ministerpräsident Giuseppe Conte. - Foto: © ANSA / FILIPPO ATTILI CHIGI PALACE PRES
Das Dokument enthält die Strategien der Regierung, um Italiens Wirtschaft angesichts der Coronavirus-Krise wieder auf die Beine zu bringen.
Mit dem DEF will die Regierung das Parlament um die Erlaubnis für zusätzliches Defizit in der Größenordnung von 55 Milliarden Euro gegen die Auswirkungen des Epidemie-Notstands bitten. Das Parlament wird das DEF ab dem 29. April prüfen. Danach soll darüber abgestimmt werden.

Die Staatsverschuldung wird laut dem Dokument in diesem Jahr 155,7 Prozent des BIP erreichen und im kommenden Jahr 152,7 Prozent. Dazu beitragen werde der geplante Verzicht auf eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, die weder durch andere Steuern noch Ausgabenkürzungen ausgeglichen werden soll. Das BIP dürfte 2020 um 8 Prozent zurückgehen und dann 2021 um 4,7 Prozent zulegen.

Mit mehr Defizit will Italien das 3. Hilfspaket finanzieren, das auch Stützungsmaßnahmen für Tourismus, Gastronomie und andere schwer betroffene Wirtschaftssektoren enthalten soll. Mit dem neuen Paket will sich die Regierung um Wirtschaftsbereiche kümmern, die von den beiden bisherigen Maßnahmenpaketen nicht profitiert hatten.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

apa

Schlagwörter: