Donnerstag, 21. Oktober 2021

Mit dem Fahrrad durch die Euregio: Beschlussantrag genehmigt

Der Dreierlandtag genehmigt einen Beschlussantrag des Team K für eine regionsübergreifende Fahrradstrategie im Sinne eines sanften und nachhaltigen Tourismus. Bestehende Radrouten in der Euregio sollen vernetzt und beworben werden.

Der Beschlussantrag des Team K für eine regionsübergreifende Fahrradstrategie wurde angenommen.
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Der Beschlussantrag des Team K für eine regionsübergreifende Fahrradstrategie wurde angenommen. - Foto: © Team K
Der Antrag des Team K fand im Dreierlandtag in Alpbach große Zustimmung. Dieser sieht vor, den Ausbau und Zusammenschluss der Radrundwege innerhalb der Euregio im Sinne des Euregio-Strategieplans voranzutreiben. Darin sind gemeinsame Sicherheits- und Qualitätsstandards ebenso vorgesehen, wie eine gemeinsame Fahrradpolitik und ein Monitoring für alle Bereiche der Radmobilität, sowie eine gemeinsame Werbe- und Tourismusstrategie für diese Radrundwege.

Immer mehr nutzen auch Einheimische die Möglichkeit, die eigene Heimat zu erleben und im wahrsten Sinne des Wortes, zu erFAHREN. Dafür bietet sich das Fahrrad an. Es ermöglicht unterschiedlichen Altersgruppen und Familien gemeinsame Erlebnisse und Reisen. Das Fahrrad ist ein Schlüssel für die Erreichung der Klimaziele, Kostenersparnisse im Gesundheitssystem und Nachhaltigkeit.

Alle 3 Länder haben in den letzten Jahren viele Initiativen, vor allem für Pendler, gestartet, um den Umstieg vom eigenen Auto auf das Fahrrad, auch im Zusammenspiel mit dem öffentlichen Nahverkehr, attraktiv zu gestalten. Viele Fahrradwege und Radrouten wurden errichtet.
„Das Fahrrad kann also zum Treiber einer gemeinsamen Identität im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino werden“, sagt Erstunterzeichnerin Maria Elisabeth Rieder.

Der Radtourismus gewinnt immer mehr an Bedeutung. Erlebte das Fahrrad als Verkehrsmittel bereits vor der Pandemie einen Boom, sei es im Arbeits- als auch Freizeitbereich, so ist die Freude am Fahrradfahren seit 2020 nahezu explodiert. Der Sole24ore berichtet von fast 2 Millionen verkauften Fahrrädern im Jahr 2020, 19 Prozent mehr als 2019. Im Jahr 2019 generierten Fahrradreisen fast 55 Millionen Nächtigungen, 6,1 Prozent aller Nächtigungen in Italien. Ein Fahrradfahrer gibt circa 75 Euro pro Kopf und Tag aus, was eine Wertschöpfung von 4,7 Milliarden Euro generiert. Dreiviertel der Summe stammt davon von ausländischen Touristen (2019).

„Durch das E-Bike ist Radfahren zum Erlebnis für alle geworden, Familien können Fernradwege ebenso nutzen wie junge und ältere Menschen. Die Euregio hat bereits eine Machbarkeitsstudie für Radrundwege, die bestehende Radwege verbinden, neue Teilstücke schaffen und die Anbindung an große bekannte Radwege berücksichtigen soll, in Auftrag gegeben“, erklärt Rieder und betont, „dass vorhandene Synergien genutzt und vernetzt werden sollen.“

Durch überregionale Radwege kann die Europaregion ihre Markenbekanntheit steigern. Gute Infrastrukturen sind eine Voraussetzung für Tagesradler und Mehrtagesradler. Dazu gehören Ausleih- und Rückgabepunkte für Fahrräder, Ladestationen, Möglichkeiten kleinerer Reparaturen und Luftpumpen.

Auch die Alltagstauglichkeit der Fahrradwege ist zu beachten. Unnötige Steigungen sind zu vermeiden, eine Schneeräumung ist vorzusehen und die regelmäßige Erneuerung des Belags. Auf Teilabschnitten ist auch eine Beleuchtung manchmal ebenso notwendig wie Bahnanbindungen und Übernachtungsmöglichkeiten in verschiedenen Preissegmenten.

stol