Samstag, 15. Juni 2019

Mit frischem Wind die Probleme anpacken

Die Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) hat einen neuen Vorstand. Präsident Lorant Vincze wurde am Samstag von den Delegierten mit 89 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt; er hatte keinen Gegenkandidaten.

Das neue Präsidium (von links): Vladimir Ham, Gösta Toft, Halit Habip Oglu, Lorant Vincze, Angelika Mlinar, Daniel Alfreider, Bahne Bahnsen und Giuanna Beeli.
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Das neue Präsidium (von links): Vladimir Ham, Gösta Toft, Halit Habip Oglu, Lorant Vincze, Angelika Mlinar, Daniel Alfreider, Bahne Bahnsen und Giuanna Beeli. - Foto: © D

Bei der Wahl der Vizepräsidenten gab es erstmals seit längerer Zeit wieder mehr Kandidaten als Posten: 9 Bewerber stellten sich der Wahl. Am besten schnitt Daniel Alfreider (SVP) ab: Er erhielt 180 Stimmen. Weitere Vizepräsidenten sind Halit Habip Oglu (170 Stimmen, Westthrakier Türken in Griechenland), Gösta Toft (153, Deutscher in Dänemark),Vladimir Ham (Deutscher in Kroatien), Angelika Mlinar (109, Kärntner Slowenin) und Bahne Bahnsen (100, Nordfriesen in Deutschland).

Damit hat die FUEN 3 neue Vizepräsidenten. Nicht den Sprung geschafft haben Meto Nowak (Sorben in Deutschland), Steen Schröder (Dänen in Deutschland) und Gusen Schakpasov (Lesginen in Russland). Das neue Präsidium bleibt 3 Jahre im Amt.

Minority SafePack hat Priorität

Die wichtigste Aufgabe, die Präsident Vincze anpacken muss, ist das Vorantreiben des Minority SafePack, mit dem der Minderheitenschutz auch in der EU Platz finden soll. Ende des Jahres sollen die gesammelten 1,2 Millionen Unterschriften an die EU übergeben werden, zusammen mit einem Vorschlag für die Umsetzung der im Minority SafePack enthaltenen Sachbereiche in Rechtsnormen. Diesen Vorschlag lässt die FUEN derzeit von Experten erarbeiten; daran beteiligt ist auch die Eurac Research.

D/sch

Lesen Sie mehr über den FUEN-Kongress in der Montagsausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol