Freitag, 03. Juni 2016

Mit nur einem Post: Kostner empört die Süd-Tiroler Freiheit

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Das weiß auch Eiskunstläuferin Carolina Kostner. Am Donnerstag stellte die Grödnerin einen Schnappschuss in ihren Social Media-Kanälen online. Nun läuft die Süd-Tiroler Freiheit Sturm.

Carolina Kostner
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Sie lacht in die Kamera, hinter ihr weht die „Tricolore“. „Ein Selfie zu Ehren der Republik Italien“, schrieb Carolina Kostner am Donnerstag auf Facebook und Twitter. Sie, so fügte sie an, fühle sich geehrt, Italienerin zu sein.

Der Anlass für das Posting: Am 2. Juni beging Italien das Fest der Republik. Damit wird an den 2. Juni 1946 gedacht, den Tag, an dem die Bürger Italiens in einer Volksabstimmung zwischen Monarchie und Republik wählen sollten und sich für letztere aussprachen.

Knoll: Der 2. Juni ist ein „Südtirol-ist-nicht-Italien-Tag“

Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit kann mit dem Staatsfeiertag nichts anfangen. Südtirol habe 1946 nicht abstimmen können, ließ Sven Knoll in einer Aussendung am Donnerstag wissen. Der 2. Juni sei deshalb „auch ganz offiziell ein Süd-Tirol-ist-nicht-Italien-Tag“, meinte er. Solange Südtirol noch zu Italien gehöre, gebe es für Südtirol nichts zu feiern.

„Ein starkes Stück“

Wenn Carolina Kostner sich online als stolze Italienerin zeigt, so stößt dies der Bewegung sauer auf. Es sei „nationalistische Provokation“, urteilte Christoph Mitterhofer, Mitglied der Landesjugendleitung der Jungen Süd-Tiroler Freiheit. „Unser Land hat viel Negatives erlebt mit diesem Staat“, so Mitterhofer in einer Aussendung. „Sich als stolze Italienerin zu outen, wobei man gleichzeitig einer ladinischen Minderheit angehört, ist schon ein starkes Stück.“

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stol

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