Putins Panzer zermalmten unter ihren Ketten die Hoffnung, er habe mit seiner Streitmacht nur eine Drohkulisse aufgebaut, schreibt Kommentator Thomas Spang. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="740084_image" /></div> <BR /><BR /> Der russische Diktator meint es todernst. Und den Preis zahlen als erste die 40 Millionen Ukrainer, die jetzt zur Zielscheibe eines gefährlichen Soziopathen werden. Der imperialistische Anspruch Putins auf eine russische Einflusszone dürfte leider dort nicht stoppen. Dies zu glauben, wäre naiv. <BR /><BR /><BR />Die Nachbarn im Baltikum, in Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien haben echten Grund nervös zu sein. Und sie verdienen die volle Solidarität der NATO. Gott sei Dank sitzt mit Joe Biden ein Präsident im Weißen Haus, der die historische Dimension des kaltschnäuzig geplanten Angriffskriegs Putins versteht. <BR /><BR />Nachdem Biden nach dem russischen Einmarsch in die von Separatisten gehaltenen Gebiete im Osten der Ukraine die Tür für eine diplomatische Lösung noch einen Spalt weit offen gelassen hatte, bleibt keine Alternative zu weitreichenden Konsequenzen. Der „ersten Tranche“ an Sanktionen muss jetzt „das ganze Paket“ folgen. <BR /><BR />Egal, wie zielgerichtet die Strafmaßnahmen auch sein mögen, werden sie auch Auswirkungen auf die eigene Wirtschaft haben. Seien es steigende Energiepreise, höhere Inflation oder Verluste an den Börsen. Das ist ein vergleichsweiser kleiner Preis, den der Westen für das große Gut der Freiheit bezahlt. <BR /><BR />Genau darum geht es, wenn über die Unverletzlichkeit von Grenzen und die Souveränität von Staaten gesprochen wird. Gemeint ist damit das fundamentale Recht von Menschen, über ihre eigenen Geschicke zu bestimmen. Das gilt übrigens auch für Russland, wo Putin seine eigene Opposition brutal unterdrückt.<BR /><BR />Für die Europäische Union muss der Angriff mehr als ein Weckruf sein. Das gemeinsame Haus Europa brennt schon. Der Aufbau einer integrierten und glaubwürdigen Sicherheitsstruktur muss unverzüglich angegangenen werden. Die EU kann von Glück reden, dass der Präsident im Weißen Haus nicht mehr Trump heißt. Dieser erkennt in Putin nicht einen Kriegsverbrecher, sondern „genialen“ Führer.<BR /><BR />Mangels eigener Kapazitäten liegt es einmal mehr an den Amerikanern, die Freiheit in Europa zu verteidigen. Es bleibt zu hoffen, dass US-Präsident Biden auch hier die Führung übernimmt und weitere Streitkräfte auf den alten Kontinent verlegt. Die werden dringend an der Ostflanke gebraucht, um ein klares Signal an den Aggressor zu senden.<BR /><BR />Den Schwenk nach Asien muss Biden verlangsamen, nicht aufgeben. Denn China und Russland fordern die westliche Welt von zwei Seiten heraus. Und Europa liegt genau in der Mitte. Sicher ist heute nur so viel. Mit Sanktionen allein wird es nicht getan sein.<BR /><BR /><BR /><BR />