<b>Von Manfred Mitterwachauer</b><BR /><BR />Im September will der Autobahnbetreiber Asfinag wie berichtet das so genannte „Lueg-Maßnahmenpaket“ vorlegen. Dass die neu zu bauende Brücke der Brennerautobahn ab 1. Jänner 2025 bis Ende 2027 in beide Fahrtrichtungen nur mehr einspurig zu befahren sein wird, ist bereits amtlich. <BR /><BR />Entlastende Maßnahmen sollen die Stau-Auswirkungen abfedern und die Bevölkerung schonen. Wie genau das aber alles funktionieren soll (Zweispurigkeit an Wochenenden, zusätzliche Lkw-Fahrverbote etc.) – das will die Asfinag im Herbst vorlegen.<BR /><BR />Ein Termin, der aber auch für das Land aus einem anderen Grund wichtig wird. Denn Mattle und Verkehrslandesrat René Zumtobel wollen berichtet zusammen mit Südtirol und Bayern ein intelligentes und vollautomatisches Verkehrsmanagementsystem (Slot) entlang des Brennerkorridors einführen. Noch stockt das Ganze.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1047294_image" /></div> <BR /><BR />Beide berichteten gestern einer internen Arbeitsgruppe im Landhaus über die nächsten Schritte. Die zwischen den 3 Ländern koordinierten Vorarbeiten seien abgeschlossen, die politisch letztlich den Nationalstaaten zu präsentierende Endversion „kurz vor dem Abschluss“.<BR /><BR />Mit Spannung blickt man auf das Lueg-Paket. Denn dieses lege schließlich fest, wie stark die Kapazitäten auf der A13 für die Bauarbeitszeiten eingeschränkt werden müssten. Diese Zahlen müssten natürlich auch von den Slot-Simulationen berücksichtigt werden. Schließlich solle Slot ja den Schwerverkehr auf die (täglich neu zu beurteilende) Kapazitätssituation am Brenner einstellen bzw. einbremsen.<h3> Notfalls im Alleingang</h3>Erst mit diesen belastbaren Zahlen und Daten wolle man dann das Slot-System den Nationalstaaten vorlegen. Diese müssen bekanntlich zustimmen. Druck werde es brauchen, hieß es gestern. Die Landesregierung wolle mit Schreiben diesen auf Wien, Berlin und Rom erhöhen. Und Mattle bleibt dabei, wie bereits in der Tiroler Tageszeitung angekündigt: „Sollten die Staaten die Regionen nicht unterstützen, prüfen wir mit dem Bund eine nationale Umsetzung.“