Der Hauptangeklagte Berlusconi sei als Chef der Mitte-rechts-Allianz mit dem Wahlkampf für die Parlamentswahlen im Februar beschäftigt.Das Verfahren solle daher bis nach dem Urnengang am 24. und 25. Februar ausgesetzt werden, forderten die Rechtsanwälte Berlusconis.Staatsanwältin: „Kein Grund, Prozess zu unterbrechen“Die Mailänder Staatsanwältin Ilda Boccassini wies die Forderung Berlusconis zurück.Berlusconi sei zwar Chef der Mitte-rechts-Allianz aber nicht Spitzenkandidat. Es bestehe kein Grund, den Prozess zu unterbrechen.Boccassini warf der Verteidigung des Medienzaren vor, mit Ablenkungsmanövern das Urteil hinauszuzögern.Über die Forderung Berlusconis muss jetzt das Gericht entscheiden.Ruby Rubacuori vor GerichtErstmals seit Beginn des Prozesses im April 2011 erschien die junge Ex-Nachtclubtänzerin Karima el Marough alias „Ruby Rubacuori“ vor Gericht. Sie wurde als Zeugin der Verteidigung vorgeladen.Die 20-jährige Marokkanerin zeigte sich in Begleitung ihrer Rechtsanwältin und ihres Lebensgefährten Luca Risso, von dem sie eine Tochter hat.Berlusconi ist angeklagt, weil er mit Ruby Sex gehabt haben soll, als diese noch minderjährig war. Der 76-Jährige soll zudem seine Beziehungen genutzt haben, damit die Polizei sie nach einer Festnahme im Jahr 2010 freiließ.Ruby hat bisher stets eine sexuelle Beziehung zu Berlusconi bestritten. Sie habe lediglich Geld und Geschenke von ihm angenommen.apa