Ulrike Ceresara nannte als Grundlagen des Wahlprogramms Solidarität, Allgemeinwohl und gegenseitigen Respekt sowie das gute Zusammenleben der Sprachgruppen. Das Listenbündnis mit 89 Kandidatinnen und Kandidaten würde zeigen, dass es motivierte Menschen gebe, die sich ein anderes Meran wünschen, unabhängig von Lobbys und Seilschaften und für beide Sprachgruppen, unterstrich die Bürgermeisterkandidatin.<BR /><BR />Mobilität und Verkehr nannte Ceresara als vorrangige Thema. Der Verkehr in Meran müsse reduziert werden. Auch die Sicherheit ist dem Mitte-Links-Bündnis ein großes Anliegen. Es müsse mehr Stadtpolizei und Präventionsprogramme geben. Das Grundwasserproblem in Sinich werde man lösen, versprach Ulrike Ceresara. Es könne nicht angehen, dass Menschen seit Jahren darunter leiden.<BR /><BR />Julia Dalsant (Grüne Stadtliste) griff die Themen Stadtplanung und Wohnen auf. Meran solle sich behutsam entwickeln. Die Stadtplanung müsse zu Meran passen und nicht zu den Investoren. Das Mitte-Links-Bündnis schlägt auch neue Wohnformen in leerstehenden Gemeindegebäuden vor. Der Leerstand in Meran müsse unbedingt erhoben werden, forderte Dalsant.<BR /><BR />Giuseppe Panusa (PD) ging auf den Dienstleistungsbereich ein. Es brauche Vereinfachungen bei der Müllentsorgung und weniger Ungleichheit bei der Biomüllsammlung. Dass die Altkleidersammlung abgeschafft worden sei, obwohl sie marginale Kosten verursache, sei unverständlich.<BR /><BR />Robert Ladurner (Team K) stellte das Wirtschaftsprogramm des Bündnisses vor. Öffentliche Ausschreibungen müssten in Gewerke unterteilt werden, um lokale Betrieb zu fördern. Die Gemeindepolitik müsse Anreize schaffen, damit alle Wirtschaftsbereiche klima- und umweltschonender arbeiten und ihre Mitarbeiter fix anstellen. Auch die regionale biologische Landwirtschaft müsse gefördert werden. Mit den umliegenden Gemeinden soll ein Tourismusplan ausgearbeitet werden, um andere Formen des Tourismus zu etablieren. „Hobbyvermietungen“ (Airbnb) sollten weiter eingeschränkt werden, weil sie dem Wohnungsmarkt Wohnungen entzögen. Auch innovative Betriebe wie Startups sollen stärker gefördert und EU-Fonds konsequenter angezapft werden.<BR /><BR />Lukas Gioga (Die Linke) brachte die Vorstellungen des Bündnisses zu den öffentlichen Plätzen vor. Sie seien wichtig für das psycho-physische Wohlbefinden der Menschen und böten den Bürgern die Möglichkeit zur Begegnung. Öffentliche Plätze sind für das Bündnis nicht nur die Promenaden und Parks, sondern auch die „Schleichweg“ der Stadt, die Turnhallen und Sportplätze, die für alle geöffnet werden sollen, die Stadtbibliothek und neue Coworking-Räume. Für Veranstaltungen sollen die bürokratischen Hürden abgebaut werden.<BR /><BR />Gianfranco Pizzuto (5-Sterne-Bewegung) brachte neben der Forderung eines Bürokratieabbaus auch den Wunsch nach einer Aufwertung der Stadtviertelkomitees vor. <BR /><BR />Bürgermeisterkandidatin Ulrike Ceresara dankte allen für den Einsatz beim Ausarbeiten des Wahlprogramms. Es sei Teamarbeit gewesen. Nur wenn man an einem Strang ziehe, gehe etwas weiter: Das sei in der derzeitigen Stadtregierung das Problem, setzte sie einen Seitenhieb. Ceresara stellt sich ein „solidarisches, offenes, vielfältiges, junges, schönes und freies Meran vor, das wieder aufblüht“.