„Bozen braucht neuen, bezahlbaren Wohnraum, der von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellt werden muss. Wir sind gegen Spekulanten“, betonte Andriollo. Bei der Ausweisung neuer Bauflächen müsse auch im Grünen gebaut werden. „Wir respektieren die Bauern, aber die Flächen werden benötigt“, unterstrich der Bürgermeisterkandidat, der u.a. auch von den Grünen unterstützt wird. <h3> „Wollen die kleinen Dinge des Alltags der Bürger verbessern“</h3>Um als Bürgermeister in Bozen unabhängiger arbeiten zu können, „treten wir für mehr Autonomie vom Land ein. Darüber wollen wir mit dem Landeshauptmann sprechen. Das wird Zeit brauchen, aber ein kultureller Wandel ist hier nötig. Derzeit kann der Bürgermeister zum Beispiel nicht über einen so wichtigen Bereich wie die Industriezone bestimmen, die von Landesinteresse ist“, kritisierte Andriollo, der „Verbesserungen bei den kleinen Dingen des Alltags der Bürger“ verspricht. <BR /><BR />„Werden etwa Öffnungszeiten bei Schulen und Kindergärten den Bedürfnissen der Familien angepasst, ist eine Frau möglicherweise nicht gezwungen, in ihrem Beruf in Teilzeit zu gehen“, so Andriollo am CONI-Sportplatz in Haslach, wo die Pressekonferenz abgehalten wurde. „Bozen ist eine Sportstadt und braucht Sportanlagen, die von der derzeitigen Stadtregierung bereits saniert und gebaut werden. Ich bin stolz sagen zu können, dass Bozen dank Bürgermeister Caramaschi heute eine Stadt ohne Schulden ist, in der in den kommenden Jahren 1,3 Milliarden Euro für Infrastrukturen, also für Straßen, Bildung, Sporteinrichtungen und Altersheime ausgegeben werden.“<h3> „Zone für die Jugend hinter Drususstadion“</h3>Beim Thema Sicherheit setzt der 49-Jährige auf „Stadtviertelpolizisten, mehr Geld für Prävention, eine bessere Beleuchtung in einigen Teilen der Stadt und auf eine neue architektonische Gestaltung in den Stadtvierteln. Hier hätte die Gemeinde mehr tun können“, antwortete Andriollo auf eine Frage zu Versäumnissen der Stadtregierung, die nur mehr wenige Wochen im Amt ist. <BR /><BR />Um der Jugend in der Stadt „neue Räume zu eröffnen“ schlägt der Stadtrat für Familie und Soziales die Zone hinter dem Drususstadion vor. „Im Frühjahr und im Sommer könnte der Bereich von der gelben Brücke an der Eurac bis hin zum Stadion ein Raum sein, möglicherweise mit einem Strand am Fluss, an dem sich die Jugendlichen treffen können und wirklich niemanden stören, auch wenn die Musik einmal lauter ist.“