Dienstag, 26. April 2022

Moldau bereitet sich auf 50.000 Vertriebene pro Tag vor

Die Flüchtlingsorganisationen UNHCR und IOM bereiten sich im besonders unter Druck stehenden ukrainischen Nachbarland Moldau auf die Abfertigung von bis zu 50.000 Ankommenden aus dem Kriegsland pro Tag vor.

Grenzschutz in Moldau braucht Unterstützung. - Foto: © APA/BMI / JÜRGEN MAKOWECZ

Sie rechnen im Worst Case mit 500.000 weiteren Flüchtlingen in der ehemaligen Sowjetrepublik, die in Relation zu seinen Einwohnern mehr Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen hat als jedes andere Land.

„Es ist schon eine Menge passiert, aber noch nicht genug“, sagte die UNHCR-Chefin in Moldau, Francesca Bonelli bei einem Arbeitsbesuch des österreichischen Flüchtlingskoordinators Michael Takacs im kleinen Nachbarland.

Moldau grenzt im Westen an das EU- und NATO-Mitglied Rumänien und im Osten an die Ukraine. Die Hilfsbereitschaft in der ehemaligen Sowjetrepublik ist enorm, der Großteil der Geflüchteten privat untergebracht. Die Menschen wollen in der Nähe ihrer Heimat bleiben.

Deshalb ist es für die Flüchtlingsorganisationen UNHCR und IOM mitunter schwer, überhaupt genug ausreisewillige Flüchtlinge für Evakuierungsflüge in die EU zu finden. 15 Staaten beteiligen sich aktuell an der Luftbrücke.

apa

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