Mehrere Maßnahmen scheinen nach vorne zu führen und keine zurück, sagte Monti am Donnerstag. Die Finanzmärkte hätten EZB-Chef Mario Draghi offenbar nicht ganz verstanden, ergänzte der Regierungschef mit Blick auf negative Reaktionen an den Börsen. Draghi gehe mit seinen Äußerungen über die Forderungen des EU-Gipfels Ende Juni hinaus. Monti erklärte zudem, Italien habe derzeit nicht die Absicht, Hilfen der EU-Partner zu beantragen. Alle Erwägungen zu diesem Thema seien verfrüht.Italien ringt um das Vertrauen der Finanzmärkte und kämpft mit hohen Zinsen bei der Refinanzierung. Kurz nach Montis Äußerungen weiteten sich die Risikoaufschlag für zehnjährige italienische Staatsanleihen aus.Im Kampf gegen die Euro-Krise hält sich die EZB zunächst mit Käufen von Anleihen klammer Euro-Schuldenstaaten zurück. Die Zentralbank wolle zwar im Zusammenspiel mit den Euro-Rettungsfonds Krisenstaaten stützen und sei in Wahrung ihrer Unabhängigkeit zu Interventionen am Markt bereit, sagte Draghi am Donnerstag. Zunächst sei allerdings die Politik am Zuge und müsse die Rettungsschirme am Bondmarkt aktivieren. apa/reuters