Das Gespräch, zu dem neben Landeshauptmann Luis Durnwalder auch sein Amtskollege aus dem Trentino, Lorenzo Dellai, eingeladen wurde, soll Anfang Januar stattfinden. Das erklärte das Presseamt des Palazzo Chigi am Mittwoch.Zuvor hatten Durnwalder und Dellai einen Telefonanruf von Monti erhalten, bei dem dieser das Treffen für Januar vorschlug und die beiden Landeshauptleute zu einem klärenden Gespräch einlud.Kritik an römischer VorgangsweiseNicht die im Sparpaket vorgesehenen Maßnahmen an sich, sondern die römische Vorgangsweise stieß und stößt den politischen Vertretern in Südtirol sauer auf: Das Mailänder Abkommen werde außer Acht gelassen, die Autonomie mit Füßen getreten und Südtirol erneut zur Kasse gebeten, obwohl man bereits auf Hunderte Millionen Euro verzichtet habe.Die SVP habe der Regierung noch vor einigen Wochen das Vertrauen ausgesprochen, „weil man sich von einer technischen Regierung erwarten konnte, dass sie die Schuldenkrise Italiens löst, die Voraussetzungen für das notwendige Wachstum sorgt und das Autonomiestatut achtet“, hatte der SVP-Abgeordnete Karl Zeller nach der Abstimmung über das Sparpaket in der Abgeordnetenkammer erklärt, bei der er und Siegfried Brugger gegen das Dekret stimmten.Nun müsse man aber erkennen, dass die Autonomie mit Füßen getreten werde, so Zeller.„Wir beharren auf Verhandlungen“Auch Landeshauptmann Luis Durnwalder hatte sofort nach Bekanntwerden der empfindlichen finanziellen Einschnitte für Südtirol im Rahmen des Sparpaketes zum verbalen Kampf geblasen.„Wir beharren auf Verhandlungen. So steht es im Mailänder Abkommen, das Gesetz ist. Und wir wollen Durchführungsbestimmungen zum Abkommen. Deshalb werden wir gemeinsam mit Trient auf weitere Verhandlungen pochen“, so Durnwalder, der lange auf taube Ohren stieß, nun aber eine Terminzusage aus Rom für Januar in der Tasche hat.Allerdings wird zu diesem Zeitpunkt das Sparpaket bereits Gesetz sein: Die Abgeordnetenkammer hat bereits grünes Licht gegeben, der Senat will es noch vor dem 24. Dezember tun.joi