Nachdem die drei größten Gewerkschaftsverbände CGIL, CISL und UIL die Italiener für den morgigen Montag zu einem dreistündigen Streik gegen die Pensionsreform der Regierung aufgerufen haben, hat der Regierungschef zu einem Treffen mit den Gewerkschaften am Sonntagabend einberufen.Der Premier will den Arbeitnehmerorganisationen die Grundlinien des Sparpakets vorstellen und sie aufrufen, mit der Regierung bei der Eindämmung der gewaltigen Verschuldung zusammenzuarbeiten. Italien könne keine Zeit verlieren und müsse so rasch wie möglich die Sparmaßnahmen umsetzen.Camusso bleibt hartSusanna Camusso, Chefin des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, beharrt auf ihrem Protestkurs. „Der Sparplan belastet die einkommensschwachen Familien und erfordert nur wenige Opfer von den Reichen“, meinte Camusso. Sie forderte die Regierung Monti auf, die Pensionsreform in mehreren Aspekten zu ändern.Am 19. Dezember ist ein Streik der Staatsbediensteten vorgesehen. Auch das Personal der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt RAI will Widerstand leisten. Am 22. Dezember ist ein Streik gegen die Sanierungsmaßnahmen geplant, die der Aufsichtsrat kommende Woche beschlossen hat. Die Journalisten schließen sich diesem Protest allerdings nicht an. apa