Dienstag, 01. Januar 2019

Motiv nach Messerattacke in Manchester unklar

3 Menschen werden verletzt, als ein Mann im zentralen Victoria-Bahnhof der nordenglischen Stadt Manchester am Silvesterabend mit einem Messer um sich sticht. Die Anti-Terror-Einheit ermittelt.

Die Polizei riegelte den Victoria-Bahnhof in Manchester zunächst ab.
Die Polizei riegelte den Victoria-Bahnhof in Manchester zunächst ab. - Foto: © APA/AFP

Nach einer Messerattacke in Manchester mit drei Verletzten ist das Motiv des Angreifers unklar. Die Polizei nahm am Montagabend einen Mann wegen des Verdachts auf versuchten Mord fest. Er soll zuvor drei Menschen mit einem Messer an einem Tram-Bahnsteig verletzt haben. Britische Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, er habe dabei „Allah“ gerufen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. Die Anti-Terror-Einheit übernahm die Ermittlungen.

Eine Frau und ein Mann, beide zwischen 50 und 60 Jahre alt, wurden mit Stichverletzungen im Unterleib und teilweise auch im Gesicht ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Polizeibeamter wurde wegen einer Stichwunde an der Schulter behandelt, kurz darauf aber wieder aus dem Krankenhaus entlassen, wie es in einer Mitteilung der Polizei hieß. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich.

Der Vorfall ereignete sich im Bahnhof Manchester Victoria im Zentrum der Stadt. Einem Augenzeugen zufolge stach der Angreifer mit einem großen Küchenmesser auf seine Opfer ein, wurde aber rasch von herbeieilenden Polizisten mithilfe von Pfefferspray und einem Elektroschocker überwältigt. In einem kurzen Video, das der Fernsehsender BBC zeigte, war zu sehen, wie mehrere Beamte einen Mann am Boden fixieren. Laut der Zeitung „Manchester Evening News“ berichteten Augenzeugen, der Angreifer habe „Allah“ gerufen.

Der Bahnhof war auch am Morgen nach der Tat gesperrt. Die Polizei betonte aber, es gebe keine Hinweise auf eine weitere Gefährdung. Die zentrale Silvesterfeier im Zentrum von Manchester fand trotz der Bluttat statt.

dpa

stol