In ihrer Sitzung am 19. Juni hat die Südtiroler Landesregierung beschlossen, organisierte Motorsportveranstaltungen auf Straßen über 1600 Höhenmetern sowie in Schutzgebieten zu untersagen <b> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/motorsportevents-in-schutzgebieten-kuenftig-verboten" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet). </a></b><BR /><BR />Betroffen sind damit insbesondere Strecken im UNESCO-Weltnaturerbe, in den Naturparks und im Nationalpark, sofern diese in die Zuständigkeit des Landes fallen.<BR /><BR />Der Alpenverein Südtirol bewertet diesen Schritt positiv. AVS-Präsident Georg Simeoni unterstreicht: „Seit 20 Jahren treten wir als Alpenverein Südtirol für die Verkehrsberuhigung auf den viel befahrenen Passstraßen ein. Es ist erfreulich, dass die Südtiroler Landesregierung endlich den Willen zeigt, hier etwas zu unternehmen.“<BR /><h3> Umsetzung entscheidend</h3>Mit dem politischen Beschluss allein sei es jedoch nicht getan. Nun komme es darauf an, wie konsequent die Regelung umgesetzt wird und wie weit das Verbot tatsächlich greift.<BR /><BR />Dabei stehen nicht nur die Landesbehörden in der Verantwortung: Auch Staat, Regierungskommissariat und Gemeinden sind gefordert, die Maßnahmen aktiv mitzutragen und durchzusetzen.<h3> Signal für ein Umdenken – aber noch kein Durchbruch</h3>Für den AVS ist die neue Regelung zusammen mit der geplanten Sperre des Grödner Jochs ein klares Signal, dass in Südtirol ein Umdenken beim Verkehr auf den Pässen eingesetzt hat.<BR /><BR />Dennoch mahnt Simeoni zur Vorsicht: Die Einschränkung von Motorsportveranstaltungen betreffe vor allem die extremen Auswüchse – etwa organisierte Sportwagentouren. Das eigentliche Problem gehe jedoch weit darüber hinaus.<h3> Verkehr bleibt zentrales Problem</h3>Der zunehmende Verkehr auf den Passstraßen belastet nicht nur einzelne Strecken, sondern stellt ein flächendeckendes Problem dar – insbesondere für die sensible Bergwelt.<BR /><BR />Aus Sicht des Alpenvereins braucht es deshalb weitere konkrete Maßnahmen, um den Verkehr insgesamt zu reduzieren. Ziel müsse es sein, sowohl die Natur Südtirols zu schützen als auch die Lebensqualität der Bevölkerung dauerhaft zu sichern.<BR /><BR />Der jüngste Beschluss sei daher ein wichtiger Schritt – doch für den AVS steht fest: Es müssen weitere folgen.