Sonntag, 16. Februar 2020

Münchner Sicherheitskonferenz endet mit Libyen-Beratungen

Zum Abschluss der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz wollen am Sonntag etwa ein Dutzend Außenminister sowie Vertreter internationaler Organisationen an einer Lösung des Libyen-Konflikts arbeiten. Bei dem Treffen wird über die Umsetzung der Beschlüsse des Berliner Gipfels vor vier Wochen beraten.

Münchner Sicherheitskonferenz geht am Sonntag zu Ende.
Münchner Sicherheitskonferenz geht am Sonntag zu Ende. - Foto: © APA (dpa) / Sven Hoppe
Dazu zähle neben einem Waffenstillstand auch die Einhaltung eines Waffenembargos und die Fortführung von Gesprächen zwischen den Bürgerkriegsparteien, sagte der deutsche Außenminister Heiko Maas, der gemeinsam mit dem UNO-Beauftragten Ghassan Salame den Vorsitz führen wird.

In Berlin hatten sich auf deutsche Initiative hin 16 Staaten und Organisationen darauf verständigt, die Einmischung in Libyen von außen in den seit neun Jahren anhaltenden Bürgerkrieg zu beenden. Die Waffenlieferungen in das nordafrikanische Land sind allerdings bisher weitergegangen.

Zeitgleich stehen bei der Sicherheitskonferenz unter anderem Diskussionsrunden zur Lage Europas auf dem Programm. An der 56. Auflage der Sicherheitskonferenz von Freitag bis Sonntag hatten etwa 35 Staats- und Regierungschefs sowie fast 100 Außen- und Verteidigungsminister in München teilgenommen, darunter aus Österreich Bundeskanzler Sebastian Kurz und Chefdiplomat Alexander Schallenberg (beide ÖVP).

apa