Mittwoch, 20. Juni 2018

Murmeltier-Urteil: Schwerer Angriff auf Jagdsystem

Für den Europäischen Jagdverband FACE (European Federation of Hunting and Conservation) besteht nach dem Urteil des römischen Rechnungshofes zu den angeblich die Republik Italien schädigenden Abschüssen von Murmeltieren in Südtirol „dringender Erklärungs- und Handlungsbedarf“. Dieses Urteil sei ein schwerer Angriff auf andere nachhaltige Jagdsysteme in Europa, so der FACE.

Für den Europäischen Jagdverband FACE (European Federation of Hunting and Conservation) besteht nach dem Urteil des römischen Rechnungshofes zu den angeblich die Republik Italien schädigenden Abschüssen von Murmeltieren in Südtirol „dringender Erklärungs- und Handlungsbedarf“. - Foto: Shutterstock
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Für den Europäischen Jagdverband FACE (European Federation of Hunting and Conservation) besteht nach dem Urteil des römischen Rechnungshofes zu den angeblich die Republik Italien schädigenden Abschüssen von Murmeltieren in Südtirol „dringender Erklärungs- und Handlungsbedarf“. - Foto: Shutterstock

Oberstes Ziel der europäischen Jägerschaft ist der Erhalt einer intakten Natur und eines gesunden Wildbestandes, stellt der Präsident des Verbandes, Dr. Michl Ebner klar. Dabei gilt vor allem Südtirols Jagdsystem innerhalb des Jagdverbandes, in dem 7 Millionen Jäger aus 36 europäischen Staaten vereint sind, seit jeher als besonders vorbildlich, weil ökologisch nachhaltig und sozial ausgewogen.

Die Bemühungen und Anstrengungen der zuständigen Südtiroler Landesbehörde, die Population der Murmeltiere durch gezielte Entnahmen zu regulieren und somit eine diese Wildtiere selbst schädigende Evolution zu vermeiden, ist mit dem Urteil auf den Kopf gestellt worden, so der FACE-Präsident verärgert. Der Europäische Jagdverband spricht Landeshauptmann a. D. Dr. Luis Durnwalder und Amtsdirektor a.D. Dr. Heinrich Erhard nicht nur seine volle Solidarität aus sondern wird alle seine politischen Kräfte zu ihrer Unterstützung nutzen. 

Jagdsystem in Europa wird in Frage gestellt

Ohne die Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen für den Erhalt einer vielfältigen und ausgewogenen Fauna sowie der lokalen Gegebenheiten können keine Entscheidungen getroffen werden, weil andernfalls das ganze Jagdsystem in Europa und die damit verknüpfte Erhaltung eines gesunden Wildbestandes in Frage gestellt wird. Die damit einhergehende Gefährdung von zumindest Teilen des Wildbestandes wäre tatsächlich ein großer und dauerhafter Schaden für die Allgemeinheit und für die einzelnen Mitgliedsstaaten.

Der Europäische Jagdverband FACE wird nun vehement bei den Europäischen Institutionen intervenieren, um diesen Standpunkt mit Nachdruck zu vertreten und die nötige Rechtssicherheit für eine weiterhin nachhaltige Jagd in Europa zur Wahrung eines gesunden Wildbestandes aufrecht zu erhalten, so Dr. Michl Ebner entschlossen.   

stol

 

stol