Freitag, 06. März 2015

Mussner: Straße war gestern, Schiene ist heute

"Es muss unser Bemühen sein, einen möglichst großen Anteil des Transitverkehrs auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern." Damit räumte Landesrat Florian Mussner bei einer Tagung zur sanften Mobilität in Trient der "Schiene die Priorität" ein.

Landesrat Mussner räumt der Schiene Priorität ein.
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Landesrat Mussner räumt der Schiene Priorität ein. - Foto: © D

Um die sanfte Mobilität, die Potenzierung des Schienenverkehrs, die Brennerachse, die nachhaltige E-Mobility und die Fahrradmobilität ging es bei der Tagung „Über die Infrastruktur für eine neue Kultur der Mobilität“ in Trient.

Mobilitätslandesrat Mussner präsentierte bei dieser Gelegenheit die Prioritäten der Südtiroler Mobilitätspolitik, mit einem besonderen Augenmerk auf die grenzüberschreitenden Projekte.

Schonender Umgang mit Umwelt und Ressourcen

„Ob wir wollen oder nicht: Verkehrs- und Transportwege sind eine Grundlage für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft", betonte Mussner bei der Tagung, bei der auch Vertreter der Europäischen Union, der Euregio und der Alpenkonvention anwesend waren. 

 

Der Mobilitätslandesrat Amtskollegen Florian Mussner mit seinem Amtskollegen des Trentino Mauro Gilmozzi bei der Tagung zur sanften Mobilität in Trient. Foto: Presseamt der Provinz Trient

Der gemeinsame Auftrag in der Mobilitätspolitik laute heutzutage deshalb ganz klar: Nachhaltigkeit, schonender Umgang mit den Ressourcen, die Eindämmung und Reduzierung von Schadstoffen und von Lärmemissionen sowie Nutzung von erneuerbaren Energien.

Nach Auto kommt Eisenbahn

 „Die Brennerbahn bzw. die Brennerachse war, ist und wird auch in Zukunft Lebensader sein für unsere Region im Herzen Europas, die wir gemeinsam mit Tirol und dem Trentino weiterführen wollen", hob Mussner hervor.

Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten das eigene Auto bzw. der Transport auf der Straße das Maß aller Dinge in der Mobilität war, so gelte heute wieder der Eisenbahn ein Hauptaugenmerk: im Fernverkehr, im Lokalverkehr und auch beim Gütertransport, so der Landesrat. 

Ausbau der Bahninfrastruktur

„Der Ausbau in moderne Bahninfrastruktur, auch was die Freizeitmobilität anbelangt, ist eine Investition in die Zukunft unserer Regionen als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum mit viel Potenzial, das es in Zukunft zu nutzen gilt, um nachhaltige Mobilitätsangebote auf intelligente Weise zu vernetzen, über Grenzen hinweg", betonte Mussner.

Auf Schiene verlagern

Die Euregio habe eine wichtige Brückenfunktion zwischen Nord und Süd und aufgrund der geografischen Lage "inmitten unseres sensiblen Habitats ist es wichtig und soll es unser Bemühen sein, einen möglichst großen Anteil des Transitverkehrs auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern", so Mussner.

stol

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