"Die Darstellung eines Diktators, welcher unsägliches Leid über die Menschheit gebracht hat und Süd-Tirol vernichten wollte, gehört wennschon in ein Museum und nicht auf ein öffentliches Gebäude", meint Hauptausschussmitglied Stefan Zelger.Die Süd-Tiroler Freiheit bekräftige deshalb ihren Vorschlag, das Relief abzunehmen und in einem Zeitgeschichtemuseum zu historisieren. Auch mit der Abbildung eines Zitates bleibe Mussolini hoch zu Ross eine Beleidigung und Kultstätte für Faschisten. Von einer Entschärfung könne keine Rede sein, so Zelger.Derzeit liegt ein mehrheitsfähiger Entwurf vor, wonach ein Zitat von Hannah Arendt („Niemand hat das Recht zu gehorchen“) auf dem Relief dargestellt werden soll. Für seine Bewegung stelle dies keine Entschärfung, sondern einen faulen Kompromiss dar. Das Relief bleibe mit dieser Maßnahme de facto unangetastet und weiterhin eine Pilgerstätte für ewig Gestrige. Es sei eine Schande, dass der Diktator im Jahr 2014, fast siebzig Jahre nach seinem Tod, noch immer von öffentlichen Gebäuden grüße und auch weiterhin grüßen dürfe, so Zelger weiter.Laut Süd-Tiroler Freiheit müsse das Relief zusammen mit anderen faschistischen Relikten der Bevölkerung in einem Museum, zum Beispiel in der Festung Franzensfeste, zugänglich gemacht werden. Nur durch die Historisierung und Kontextualisierung in einem Museum könnten diese unsäglichen Überbleibsel einer dunklen Zeit wirkliche Mahnmale werden.