Aktuell stehen in der deutschen Schule 17 Vollzeitstellen für Mitarbeiter/innen für Integration 425 Teilzeitstellen gegenüber. Doch wollen viele der Mitarbeiter gar nicht Teilzeit, sondern Vollzeit arbeiten. <BR /><BR />„Ich muss doch auch meine Wohnung zahlen und leben können, zudem schlägt sich das negativ auf meine Rente nieder. Ich wollte daher immer Vollzeit arbeiten, ganze 3 Jahre sind sich bislang ausgegangen“, berichtet Helene nach 25 Arbeitsjahren als Integrationsmitarbeiterin.<BR /><BR />Zum Vergleich: Die Ladinische Bildungsdirektion vergab im heurigen Schuljahr 9 Vollzeitstellen und 17 Teilzeitstellen für Mitarbeiter für Integration, die Italienische Bildungsdirektion gar 130 Vollzeitstellen und 61 Teilzeitstellen. Diese Daten stammen aus der Antwort des Bildungsressorts auf eine Anfrage des Team K-Abgeordneten Alex Ploner. Die zugewiesene Stundenanzahl orientiere sich an der Diagnose eines Kindes. Zudem sei die deutsche Schullandschaft weit verzweigt, und deshalb sei die Kombination zwischen verschiedenen Standorten zu komplex, lautete die Antwort von Landesrat Philipp Achammer auf die Frage nach dem Warum. Das derzeitige Modell, so Ploner, „geht am Ende zu Lasten der Kinder und ihrer Eltern, die einen Integrations- und Betreuungsanspruch haben. Und es geht zu Lasten der Mitarbeiterinnen für Integration, die mit diesem Teilzeitmodell kaum über die Runden kommen“. <BR /><BR />Dass sich die zugewiesene Stundenzahl an der Diagnose des Kindes orientiere, ist zudem nur die halbe Wahrheit. Vielmehr sieht der Stellenplan ein gewisses Stundenkontingent vor, das dann entsprechend auf die Schüler verteilt wird. „Kommt ein Kind mit Beeinträchtigung dazu, müssen dafür Stunden bei den anderen eingespart werden“, erklärt Helene. So kann es sein, „dass man für ein und dasselbe zu betreuende Kind in den 3 Jahren unterschiedliche Stundenzahlen zugewiesen bekommt“, so Helene. Für das Kind kann das zum Beispiel bedeuten: kein Nachmittagsunterricht. Daheim bleiben heißt es aber auch, wenn die Mitarbeiterin krank ist (oder schwanger wird) und die einzige Springerin im Bezirk schon anderswo gebraucht wird. Oder eben, wenn eine unattraktive Teilzeitstelle keine Abnehmerin gefunden hat.<BR />