Montag, 01. Februar 2021

Myanmar: UNO sorgt sich um Schicksal Hunderttausender Rohingya

Angesichts des Militärputsches in Myanmar sorgen sich die Vereinten Nationen um das Schicksal von Hunderttausenden Rohingya.

In der Nach auf Montag kam es in Myanmar zu zahlreichen Festnahmen.
In der Nach auf Montag kam es in Myanmar zu zahlreichen Festnahmen. - Foto: © APA/afp / LILLIAN SUWANRUMPHA
Die UNO schätzt, dass sich etwa 120.000 Mitglieder der muslimischen Minderheit in Lagern mit extrem schlechter Versorgung und Zugang zu Bildung aufhalten.

„Wir befürchten, dass die Ereignisse die Situation für sie verschlimmern könnten“, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Montag in New York. Auch könne die Situation vor Ort die Rückkehr der Rohingya aus dem Ausland beeinträchtigen.

Die Rohingya werden in Myanmar diskriminiert. Mehr als eine Million Menschen sind deshalb vor den brutalen Übergriffen des Militärs nach Bangladesch geflohen.

Dujarric hatte zuvor erklärt, dass die Vereinten Nationen zunächst keinen Kontakt zu „Gesprächspartnern“ in dem asiatischen Land aufbauen konnten: „Die Kommunikation mit der Hauptstadt Myanmars ist zu diesem Zeitpunkt sehr schwierig.“ Der UN-Sonderberichterstatter zur Lage der Menschenrechte in Myanmar, Tom Andrews, forderte „starke Sanktionen“ wie ein Waffenembargo für das Land.

Die Streitkräfte hatten die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi in der Nacht zum Montag entmachtet und sich zurück an die Macht geputscht. Es kam zu zahlreichen Festnahmen ranghoher Politiker, darunter Suu Kyi selbst sowie Staatspräsident Win Myint. Das UN-Menschenrechtsbüro sprach von mindestens 45 Festnahmen.

apa

Schlagwörter: