Diesen Plan hatten nach Informationen aus syrischen Oppositionskreisen vom Montag zuletzt auch Moskau und der UNO-Vermittler Lakhdar Brahimi unterstützt.Assad hatte in seiner Rede vor Anhängern in Damaskus am Sonntag die Exil-Opposition beschimpft und seinen Willen, an der Macht zu bleiben, bekräftigt. Er hatte dabei zur allgemeinen Mobilisierung gegen die Rebellen aufgerufen. Das größte syrische Oppositionsbündnis reagierte mit Ablehnung auf die Rede.USA: Aufruf Assads ist realitätsfern Die USA verwarfen den Aufruf von Assad zu einer politischen Lösung des Konfliktes als realitätsfern. Die EU-Beauftragte Catherine Ashton bekräftigte nach der Assads Rede ihre Forderung nach dessen Rücktritt. Auch der ägyptische Präsident Mohammed Mursi zeigte sich überzeugt, dass die Regierung Assads im Bürgerkrieg gestürzt wird.Die oppositionelle Nachrichtenwebsite All4Syria veröffentlichte nun den Plan des Nationalen Koordinierungskomitees für demokratischen Wandel. Dieser sieht zunächst eine Waffenruhe vor. Anschließend sollen alle politischen Gefangenen freigelassen werden. Gemäß dem Plan soll dann eine Übergangsregierung gebildet werden, der Oppositionelle und Vertreter des Regierungslagers angehören.An einer internationalen Friedenstruppen sollten sich nur Staaten beteiligen, die in dem Konflikt keine Rolle spielten. Das Nationale Koordinierungskomitee unter Hassan Abdel Asim ist das einzige Oppositionsbündnis, das bereit ist, mit dem Regime zu verhandeln.Mursi: Assad soll wegen Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen werdenÄgyptens Präsident Mursi sagte am Sonntag dem Nachrichtensender CNN, er sei überzeugt, dass der Aufstand in Syrien letztlich Erfolg haben werde. Nach der Revolution werde es in Syrien ein unabhängiges Parlament und eine vom Volk gewählte Regierung geben. Auf die Frage, ob Assad vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gestellt werden soll, sagte Mursi, das syrische Volk werde nach der Revolution entscheiden, wie es mit denjenigen umgehen wolle, die sich Verbrechen schuldig gemacht hätten. Er schloss sich in dem Interview Forderungen an, wonach Assad wegen Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen werden soll.Die Außenminister Schwedens und Dänemarks kritisierten die Weigerung Assads, mit der Opposition einen Dialog zu beginnen, scharf. Dagegen begrüßte der Iran den Plan Assads für eine nationale Mobilmachung. „Der Iran begrüßt und unterstützt diesen umfangreichen Plan als eine realistische Lösung der Krise und den Beginn einer stabilen und leuchtenden Zukunft in Syrien“, sagte Außenminister Ali-Akbar Salehi nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr.Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kündigte unterdessen Pläne zum Bau eines elektrischen Zauns an der Grenze zu Syrien an, um den jüdischen Staat vor „Terrorismus“ zu schützen. Die neue Begrenzung werde wegen der „veränderten Bedingungen“ auf den von Israel besetzten Golanhöhen gebaut, sagte Netanyahu am Sonntag.Dem Schutz Israels soll nach Ansicht des Iran auch die Stationierung von Patriot-Abwehrraketen in der Türkei dienen. Der Teheraner Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast äußerte in einem Fernsehinterview laut dem staatlichen iranischen Sender Press TV Zweifel an der Darstellung der türkischen Regierung, wonach die Raketen nur der Türkei Schutz vor den Unruhen im südlichen Nachbarland Syrien bieten sollen.In dem seit März 2011 andauernden Aufstand gegen die Führung in Damaskus sind nach Angaben der UNO bisher mehr als 60.000 Menschen getötet worden.apa/dpa/afp