Sonntag, 07. Juli 2019

Nach Landung auf Lampedusa: Salvini attackiert NGO

Innenminister Matteo Salvini hat die NGO „Mediterranea“ scharf attackiert, die am Samstag 41 aus dem Mittelmeer gerettete Migranten trotz des Verbots Roms in den Hafen der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa gebracht hatte. „Das Schlauchboot mit den Migranten an Bord hatte keinerlei Problem“, kritisierte Salvini auf Twitter.

Innenminister Matteo Salvini hat die NGO „Mediterranea“ scharf attackiert, die am Samstag 41 aus dem Mittelmeer gerettete Migranten trotz des Verbots Roms in den Hafen der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa gebracht hatte
Innenminister Matteo Salvini hat die NGO „Mediterranea“ scharf attackiert, die am Samstag 41 aus dem Mittelmeer gerettete Migranten trotz des Verbots Roms in den Hafen der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa gebracht hatte

„Mediterranea“ habe die Migranten an Bord genommen, um sie trotz des Verbots nach Lampedusa zu bringen. „Dass das Schlauchboot seeuntauglich war, ist eine der Lügen der linken NGO“, kritisierte Salvini.

Vier Stunden lang wurde das Segelboot der NGO nach der Landung der Migranten auf Lampedusa von der italienischen Polizei durchsucht, Dokumente und anderes Material wurden beschlagnahmt, berichteten italienische Medien. Ermittlungen gegen Kapitän Tommaso Stella wurden wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung aufgenommen.

NGO kritisiert Salvini

Die NGO kritisierte Salvini dafür, die Migranten nach Malta bringen zu wollen, obwohl die Fahrt dorthin viel länger als nach Lampedusa gedauert hätte. „Der Beschluss, uns nach Malta zu schicken, war reine politische Propaganda. Salvini wollte die Migranten wie Kartoffelsäcke behandeln“, so die NGO-Sprecherin Alessandra Sciurba bei einer Pressekonferenz auf Lampedusa.

Die NGO sagte, sie sei gezwungen worden, Lampedusa anzusteuern, da die Lage an Bord des Segelbootes vom hygienischen Standpunkt unerträglich geworden war. Der relativ kleine Motorsegler ist nach Angaben der Hilfsorganisation Mediterranea nur für 18 Menschen zugelassen.

Mit dem Beschluss, die „Alex“ nach Lampedusa zu führen, folgte „Mediterranea“ dem Beispiel des deutschen Rettungsschiffes „Sea-Watch 3“, das vor einer Woche trotz Verbots unter dem Kommando der Kapitänin Carola Rackete mit 40 Migranten nach Lampedusa brachte.

apa

stol