Sonntag, 22. November 2020

Nach Massentest: Entwicklung der Situation entscheidend für Lockerungen

Am heutigen Sonntag um 18 Uhr geht in Südtirol der große Massentest zu Ende. Durch die rege Beteiligung der Bevölkerung konnte damit ein wesentlicher Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus geleistet werden. Eine Rückkehr zur Normalität kann jedoch trotzdem nur schrittweise erfolgen und hängt von der weiteren Entwicklung der Situation ab, wie Landeshauptmann Arno Kompatscher gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa betonte.

Wie lange die Tische in Bars und Restaurants noch leer bleiben müssen? Auch das hängt von der Entwicklung der kommenden Tage und Wochen ab.
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Wie lange die Tische in Bars und Restaurants noch leer bleiben müssen? Auch das hängt von der Entwicklung der kommenden Tage und Wochen ab. - Foto: © APA (Archiv) / GEORG HOCHMUTH
Vor allem sei auch nach Abschluss der Testaktion Disziplin vonseiten der Bevölkerung beim Einhalten der Vorsichtsmaßnahmen gefragt, das heißt: Abstand, Hände waschen und Masken tragen.

Die momentan geltenden Regeln samt Teil-Lockdown sind laut Verordnung noch bis zum 29. November in Kraft. Bereits am Dienstag sollen jedoch die Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder, die Kindergärten und die Grundschulen ihre gewohnte Tätigkeit in Präsenz wieder aufnehmen dürfen.

„Unser oberstes Ziel ist es, den Unterricht an Ort und Stelle in den Schulen so schnell wie möglich wieder gewährleisten zu können“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Nach und nach Lockerungen für die Wirtschaft – Noch keine exakte Prognose für Skisaison

Nach dem 29. November soll es dann auch Lockerungen für die Wirtschaft geben. „Angefangen mit jenen Zweigen, in denen das geringste Infektionsrisiko herrscht, sollen die Tätigkeiten im Dezember nach und nach wieder aufgenommen werden können – immer vorausgesetzt, dass es die Entwicklung der epidemiologischen Lage zulässt“, so Kompatscher.

Und wie sieht es mit der diesjährigen Skisaison aus? „Davon zu sprechen, ist noch verfrüht“, sagte der Landeshauptmann. Auch hier hänge alles von der weiteren Entwicklung – auch außerhalb von Südtirol im restlichen Italien und in den Nachbarländern – ab. Denn: „Ohne Gäste gibt es auch keinen Skitourismus“. Man hoffe jedoch, im Jänner auch damit wieder starten zu können, so Kompatscher gegenüber der Ansa.

stol

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