Er begrüße den „Autonomie-Konvent“, der am Samstag auf Schloss Prösels stattgefunden hatte, scheibt Stocker. "Bei dem Treffen handelte es sich um ein Treffen auf höchster politischer Ebene, zu welchem die Regierungschefs Österreichs und Italiens gekommen waren. Bedauernswert ist dabei allerdings die Tatsache, dass kein landesüblicher Empfang veranstaltet wurde, dass weder Schützen noch Musikkapelle anwesend waren, dass keine Landeshymne gespielt wurde, was dem guten Ton, Stil und Brauch in Gesamttirol und in der gesamten Europaregion entsprochen hätte", meint Stocker.Wer sich auf internationaler Ebene mit Südtirols Autonomie befasse, sollte in seinen Überlegungen auch die entsprechenden Unabhängigkeitsbewegungen von Schottland oder Katalonien miteinbeziehen.Die Abstimmung der Schotten im September "wird auch die Autonomie in den Schatten stellen, weil die Unabhängigkeit eines Landes das höchste Gut und Ziel einer jeden Autonomiepolitik sein muss“, schreibt Stocker.Schönes Fest, inhaltlich wenig NeuesLob für das Treffen, aber Ernüchterung bezüglich Inhalte kam am Montag vom Südtiroler Schützenbund: "Es gilt positiv hervorzuheben, dass Schloss Prösels einen sehr würdigen Rahmen für Veranstaltungen bietet. Dank der guten Organisation hat sich unser Land sowohl unserem Kanzler Werner Faymann als auch dem Ministerpräsidenten unseres Nachbarlandes Italien gut präsentiert. Inhaltlich kam leider nicht wirklich viel Neues zutage: die Südtirolautonomie sei die weltbeste, wurde allerorten verkündet - also scheinbar kein Grund, etwas daran zu ändern", schreibt Landeskommandant elmar Thaler in einer Aussendung. "Wollen wir hoffen, dass Renzi die Europaregion Tirol auch dann noch lobenswert findet, wenn sie, wie angekündigt, kein Papiertiger mehr ist und in den nächsten Monaten wirklich bei den Bürgern ankommt", meint Thaler.stol