Sonntag, 25. März 2018

Nach Puigdemont-Festnahme: SHB ruft zu Solidarität auf

Der Südtiroler Heimatbund (SHB) ruft in einer Presseaussendung am Sonntag zur Solidarität mit dem katalanischen Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont auf.

Roland Lang und der Südtiroler Heimatbund zeigen sich solidarisch. Foto: Lang
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Roland Lang und der Südtiroler Heimatbund zeigen sich solidarisch. Foto: Lang

Der katalanische Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont ist am Vormittag bei der Einreise von Dänemark nach Deutschland festgenommen worden (STOL hat berichtet).  

Puigdemonts belgischer Anwalt Paul Bekaert hatte zumindest bis Samstagabend keinen neuen internationalen Haftbefehl aus Spanien für seinen Mandanten gesehen. Bekaert hält „die Ausstellung eines neuen europäischen Haftbefehls“ für „missbräuchlich und illegal,“ erinnert SHB-Obmann Roland Lang.

Die spanische Justiz wirft Puigdemont und den anderen katalanischen Politikern Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vor.„ Nach dem Unabhängigkeitsreferendum im Oktober 2017 hatte Madrid schon einmal einen europäischen Haftbefehl gegen Puigdemont beantragt. Noch während in Belgien Anhörungen liefen, zog ihn das Oberste Gericht Spaniens Anfang Dezember überraschend zurück,“ so Lang. 

Der „Schwarze Peter“ liege nunmehr in Deutschland.„ Liefert es Puigdemont formell korrekt aus, macht es sich nicht nur in den Augen der auf Eigenstaatlichkeit sinnenden Katalanen sowie aller um die Gewährung des Selbstbestimmungsrechts ringenden nationalen Minderheiten und Volksgruppen zum Büttel der nach wie vor vom francistischen Geiste erfüllten und mit brutaler Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten vorgehenden spanischen Zentralregierung,“ betont Lang. 

Um die Stimme dagegen zu erheben, ruft der Südtiroler Heimatbund zur Solidarität mit Puigdemont und dem katalanischen Volk auf. 

stol

stol