<BR /><BR />Für seine strategische Haushaltsüberprüfung hat Sonderbeauftragter Andrea Zeppa alle Sektoren unter die Lupe genommen. Im Bildungsbereich stieß er auch auf 34 Schulstellen mit weniger als 25 Schülern, deren Entfernung zur nächsten Grundschule weniger als 7 Minuten beträgt.<h3> Vorschlag: Kleinere Schulen mit besser angebundenen zusammenlegen </h3> Zeppas Vorschlag lautet also, die kleineren Schulstellen mit jenen in besser angebundenen Weilern zusammenzulegen. Laut Zeppa würde dies die Effizienz der Klassen erhöhen und das Arbeitsumfeld für Lehrkräfte bzw. die Lernbedingungen für die Schüler verbessern. <BR /><BR /><BR /> Die direkten Einsparungen bei den Personalkosten würden sich auf ca. 3,5 bis 4 Millionen belaufen, rechnet Zeppa vor. Hinzu kämen Einsparungen bei den Kosten für das Gebäudemanagement, die von den Gemeinden getragen werden. <BR /><h3> Zwei Zwergschulen in zehn Jahren geschlossen</h3>Zeppa selbst erwartet sich in seinem Dossier an die Landesregierung beträchtlichen Widerstand von betroffenen Gemeinden.<BR /><BR />Bevor diese sich äußern können, versenkt aber schon Landesrat Philipp Achammer den Vorschlag. „In meinen 10 Jahren als Bildungslandesrat wurden mit jenen in Verschneit und Perdonig nur zwei Grundschulen geschlossen. In beiden Fällen wurden die Schulen aufgelöst, nachdem Eltern beschlossen haben, ihre Kinder an anderen Schulen einzuschreiben“, so Achammer. <h3> Achammer: „Pauschal Schulen schließen ist nicht sinnvoll“ </h3>Natürlich behalte man jede Schule mit weniger als 10 Kindern genau im Auge und beobachte die weitere Entwicklung bei den Einschreibungen. „Pauschal Schulen schließen ist aber nicht sinnvoll“, so der Landesrat.<BR /><BR /><BR />Es sei „viel zu leichtfertig“, eine Zwergschule nur als Kostenfaktor zu sehen, den man auch wegrationalisieren könne. Eine Schule habe aber auch einen großen Wert für die kleine dörfliche Gemeinschaft vor Ort: „Stirbt die Schule, stirbt das Dorf“, proklamiert Achammer.<BR /><BR /> Er jedenfalls habe seine Bedenken zu möglichen Einsparungen im Bildungsbereich bereits bei der Präsentation der Zeppa-Pläne in der Landesregierung geäußert.