Zuvor war eine geplante Integration kurdischer Institutionen in die neue Regierung Syriens gescheitert. 419 kurdische Kämpfer, darunter 59 Verletzte, seien aus dem kurdischen Viertel Sheikh Maqsoud, in dem sie sich verschanzt hatten, in die autonome kurdische Zone im Nordosten Syriens gebracht worden, teilte ein Vertreter des Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP mit. 300 Kurden, darunter Mitglieder der kurdischen Streitkräfte, seien zudem festgenommen worden, fügte er hinzu.<BR /><BR />Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, hatten in der Nacht auf Sonntag Busse unter Bewachung von Regierungstruppen Männer aus Sheikh Maqsoud an einen unbekannten Ort gefahren.<BR /><BR />Die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) hatten sich zuvor bereit erklärt, ihre Kämpfer aus ihren beiden bis dahin verbliebenen Hochburgen in Aleppo - Ashrafiyah und Sheikh Maqsoud - abzuziehen. „Wir haben eine Einigung erzielt, die zu einer Waffenruhe geführt hat“, erklärten die SDF am Sonntag. Die Vereinbarung stelle „die Evakuierung der Märtyrer, Verwundeten, eingeschlossenen Zivilisten und Kämpfer aus den Stadtvierteln Ashrafiyah und Sheikh Maqsoud in den Norden und Osten Syriens“ sicher.