Der Minister habe dem Präsidenten am Sonntag seinen Rücktritt angeboten, erklärte der Élysée-Palast am Montag. Macron habe dies jedoch mit Verweis auf die „notwendige Kontinuität bei der Führung der Sicherheitskräfte“ zurückgewiesen. <BR /><BR />Wie es in der Mitteilung weiter heißt, sieht Macron „Versäumnisse“ bei der Planung der Polizeieinsätze und der Beschaffung von Informationen im Vorfeld der Gewaltexzesse in mehreren französischen Städten.<h3> Schwerste politischen Unruhen seit Jahren</h3>Frankreich hatte am Wochenende die schwersten politischen Unruhen seit Jahren erlebt <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/frankreich-proteste-entsetzliches-ausmass-an-gewalt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a>. Bei landesweiten Protesten unter anderem gegen hohe Lebenshaltungskosten kam es zu Straßenschlachten mit der Polizei. Hunderte Geschäfte wurden geplündert. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1374534_image" /></div> <BR />Gebäude und Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Demonstranten lieferten sich erbitterte Straßenschlachten mit der Polizei, die unter anderem Tränengas einsetzte. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 2.397 Menschen festgenommen. Durch die Gewalt seien 997 Polizisten und andere Sicherheitskräfte verletzt worden, sieben von ihnen schwer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1374537_image" /></div> <BR />Die Proteste hatten im September wegen des Lehrermangels in Schulen an sozialen Brennpunkten begonnen. Inzwischen richten sie sich generell gegen soziale Ungleichheit, Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben und die Inflation. Die Unruhen setzen Macron vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr zusätzlich unter Druck. Macron selbst darf bei der Wahl nicht mehr antreten. Umfragen deuten auf einen Wahlsieg der Rechtspopulistin Marine Le Pen hin.