Die 14-Jährige wartete am Freitag gegen 20 Uhr in der Andreina-Emeri-Straße auf einen Bus, als sich ihr der mutmaßliche Täter, ein 40-jähriger Pakistaner, näherte – vorgeblich, um nach dem Weg zu fragen. Dem Mann, der in Haft ist, wird vorgeworfen, das Mädchen befummelt zu haben.<h3> „Solche Täter unfähig, Freiheit von Frauen zu akzeptieren“</h3>„Dieser Akt verdeutlicht eine alarmierende Haltung, die in manchen Teilen der Gesellschaft gegenüber Frauen vorherrscht – die Ansicht, dass Frauen weniger wert seien und als Objekte betrachtet werden könnten, dass Frauen keinen Anspruch auf Freiheit und Selbstbestimmung hätten“, sagte der Bürgermeister sichtlich erschüttert.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1089849_image" /></div> <BR /><BR />Solche Täter schienen unfähig, die Autonomie von Frauen zu akzeptieren: „Sie versuchen, sie ihnen gewaltsam zu nehmen“, so Caramaschi. In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an die mutmaßliche Vergewaltigung einer 16-Jährigen im August <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/vorwurf-minderjaehrige-angelockt-betaeubt-und-vergewaltigt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet).</a><BR /><BR />„Dies ist nicht nur Ausdruck persönlicher Abgründe, sondern eines tiefer liegenden gesellschaftlichen Problems, das dringend kulturelle Erziehung und massive Maßnahmen erfordert“, betonte der Bürgermeister. In allen Stadtvierteln brauche es verstärkte kulturelle Initiativen, um Sensibilität und Respekt füreinander zu fördern. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1089852_image" /></div> <h3> „Es reicht nicht, Probleme zu benennen“</h3>„Es reicht nicht mehr, diese Probleme nur zu benennen – die gesamte Gesellschaft muss aktiv gegen solche Missstände vorgehen. Wir müssen wehrhafter werden, nicht nur gegenüber gewaltsamen Handlungen, sondern auch gegenüber der oft unbemerkten verbalen Gewalt, die das Fundament für solche Verbrechen legt. Es beginnt bei der Sprache und endet in Taten, die in krankhaften Exzessen wie diesem gipfeln.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1089855_image" /></div> <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1089858_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Caramaschi: „Unsere Stadt spricht mit einer vereinten Stimme: Familien, Schulen und Institutionen sind aufgerufen, die Erziehung der Jugend in den Fokus zu rücken und Werte wie Gleichberechtigung und Respekt zu vermitteln. Dieses Bewusstsein muss tief in der Gesellschaft verankert werden, um langfristig eine Veränderung herbeizuführen.“<h3> Um 18 Uhr Protestmarsch</h3>Für 18 Uhr ist an der Andreina-Emeri-Straße ein Protestmarsch von Bürgern angekündigt. Der Stadtrat lädt zu einer Gedenkveranstaltung um 18.30 Uhr am Anita-Pichler-Platz.