„Der Nachtragshaushalt 2026 stellt eine ausgewogene Maßnahme zwischen Haushaltsdisziplin und Entwicklung dar. Mit gezielten Entscheidungen und klaren politischen Prioritäten stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit des Landes und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Landeshauptmann und Finanzlandesrat Arno Kompatscher. „Wir investieren, um Sicherheit, Wachstum und Wohlstand zu gewährleisten“, betont der Landeshauptmann.<h3> Schuldenabbau und strategische Investitionen</h3>Im Mittelpunkt der Haushaltsanpassung steht die Entscheidung, die Schuldenlast durch vorzeitige Tilgung von Darlehen zu reduzieren und dadurch Spielraum für neue Investitionen zu schaffen. In diesem Zusammenhang stehen auch strategische Maßnahmen wie der Erwerb von Flächen und Immobilien sowie die Stärkung der Investitionen in den NOI Techpark, der seine Rolle als Zentrum für Innovation und Forschung weiter ausbaut.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1318332_image" /></div> <BR /><BR />Mit der Planung des neuen Hauses Michael Pacher in Bruneck und der Aufstockung der Mittel für die Agentur für Bevölkerungsschutz verfolgt die Landesregierung zudem eine Strategie, die Sicherheit, Resilienz und territoriale Entwicklung stärkt.<h3>Infrastruktur und Mobilität im Mittelpunkt</h3>Ein bedeutender Teil der Mittel fließt in die Modernisierung der Infrastruktur. Geplant sind Investitionen in die Instandhaltung von Brücken, neue FLIRT-Züge, den Ausbau des Radwegenetzes, Beiträge für Seilbahnanlagen sowie die Umsetzung der „Südspange“ in Brixen. Nachhaltige und integrierte Mobilität zählt damit zu den zentralen Prioritäten.<BR /><BR />Gleichzeitig stärkt das Land den öffentlichen Gebäudebestand durch innovative Maßnahmen wie das PPP-Projekt Building Renovation, das auch die Umweltbelastung reduzieren soll, sowie durch die Planung neuer strategischer Einrichtungen wie des neuen Gebäudes der Umweltagentur und des Turms der Landesnotrufzentrale. Auch der Bergraum findet Berücksichtigung: Mittel für die Sanierung von Schutzhütten fördern einen nachhaltigen und dezentralen Tourismus.<h3> Gesundheit und Dienstleistungen</h3>Wichtige Maßnahmen betreffen auch das Gesundheitswesen. Dazu zählen Investitionen für das neue Modul des Krankenhauses Bozen sowie die Stärkung der Familienberatungsstellen. Diese Maßnahmen verbessern konkret den Zugang zu Dienstleistungen und die Qualität der Betreuung.<h3> Familie, Arbeit und sozialer Zusammenhalt</h3>Der Nachtragshaushalt widmet den Sozial- und Familienmaßnahmen besondere Aufmerksamkeit. Die vollständige Finanzierung des Landeskindergeldes, die Anpassung der Tarife für Tagesmütter sowie der Ausbau der Nachmittagsbetreuung entlasten Familien gezielt.<BR /><BR />Gleichzeitig erhöht das Land die Mittel für das Schulpersonal – sowohl für Lehrpersonen als auch für pädagogische Fachkräfte im Kindergarten – und investiert in Kultur sowie in den Schutz des kulturellen Erbes, um die lokalen Identitäten zu stärken.<BR /><BR />Auch die Wirtschaft profitiert von zusätzlichen Maßnahmen: Das Land erhöht die Beiträge für Unternehmen und unterstützt strategisch wichtige Einrichtungen wie die Therme Meran, unter anderem durch Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals.<h3> Wohnbau, Umwelt und Lebensqualität</h3>Weitere wichtige Investitionen betreffen den Wohnbau und den Umweltbereich. Dazu zählen der Bau einer Eislaufhalle in Sterzing, die Stärkung der Umweltagentur sowie die Erhöhung der Finanzierung für das Institut für den sozialen Wohnbau, um dem steigenden Bedarf an Wohnraum gerecht zu werden.<BR /><BR />Neben den Investitionen sorgt die Landesregierung auch für die Abdeckung wichtiger finanzieller Verpflichtungen, etwa für Vorschüsse bei den Abfertigungen des Personals. Damit will sie Stabilität und Nachhaltigkeit auch auf mittlere Sicht gewährleisten.