Die Tage vor der ersten verfassungsgebenden Versammlung des neugewählten Parlaments sollten laut Napolitano für Gespräche vor dem offiziellen Beginn der Konsultationen genutzt werden, erklärte der Präsident in einer Presseaussendung am Dienstag.Abgeordnetenkammer und Senat sollen spätestens bis zum 16. März ihre Präsidenten wählen. Für die Wahl des Senatspräsidenten sind bei den ersten beiden Wahlgängen 160 Stimmen notwendig. Ab dem dritten Wahlgang ist die absolute Stimmenmehrheit notwendig. Ab dem vierten Wahlgang gibt es eine Stichwahl zwischen den beiden erfolgreichsten Kandidaten des dritten Wahlgangs.In der Abgeordnetenkammer sind 420 Stimmen für die Wahl des neuen Präsidenten notwendig. Ab dem zweiten Wahlgang ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Wähler notwendig, um den Präsidenten zu ernennen. Ab dem vierten Wahlgang genügt die absolute Stimmenmehrheit.Nach der Wahl der Parlamentspräsidenten wird Napolitano Konsultationen mit den Parteien starten und ihre Bereitschaft zur Bildung politischer Bündnisse sondieren. Napolitano sollte dann den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Voraussichtlich könnte das neue Kabinett Anfang April stehen, schätzen politische Analysten in Rom. Noch vollkommen offen ist, welche Parteien die neue Regierung unterstützen sollen.Die Protestbewegung „5 stelle“ um den Starkomiker Beppe Grillo schloss entschieden aus, ein Fachleuteregierung nach Modell des Kabinetts von Mario Monti zu unterstützen. Auch eine Allianz mit den etablierten Parteien schloss Grillo aus. „Wir verbünden uns lediglich mit anderen Bewegungen“, erklärte der Kabarettist, der selbst nicht als Parlamentarier ins neue Parlament einzieht.apa