Dies erklärte das Staatsoberhaupt am Samstag nach Gesprächen mit dem ehemaligen EU-Kommissar am Vorabend.Senatsvorsitz somit kein Thema mehrNapolitano beendete damit zugleich Spekulationen, Monti könne die einflussreiche Position des Senatsvorsitzenden übernehmen, dem zweithöchsten Staatsamt im schuldengeplagten Italien nach dem des Präsidenten.Das Parlament, das am Freitag drei Wochen nach seiner Wahl erstmals in seiner neuen Zusammensetzung tagte, sollte am Samstag die Spitzen der beiden Kammern bestimmen.Am Freitag war den drei großen politischen Kräften kein Kompromiss gelungen, von wem die Posten besetzt werden sollen. Auch bei der Regierungsbildung ist bisher kein Durchbruch in Sicht.Eine mehrheitsfähige Koalition oder eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit sind nicht erkennbar. Sollte kein Ausweg aus dem Patt gefunden werden, drohen in Italien in wenigen Monaten Neuwahlen.Die unklaren Mehrheitsverhältnisse haben für Unruhe an den Finanzmärkten und in den Hauptstädten der anderen Euro-Länder gesorgt. Aus der Parlamentswahl Ende Februar war kein Lager als klarer Sieger hervorgegangen.Zwar konnte sich das Mitte-Links-Bündnis die Mehrheit im Abgeordnetenhaus sichern. Im Senat bekamen Pier Luigi Bersani und seine Verbündeten aber nicht ausreichend Mandate für eine Kontrolle der gleichberechtigten zweiten Kammer zusammen.Damit ist Mitte-Links auf die Unterstützung anderer Parteien angewiesen. Der Chef der Protestbewegung „Fünf Sterne“, Beppe Grillo, schloss eine Koalition mit Bersani oder einem anderen Lager kategorisch aus.Bersani wiederum lehnte eine Große Koalition mit dem Mitte-Rechts-Bündnis des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ab. Der wegen zahlreicher Affären umstrittene Milliardär war mit seinen Verbündeten zweistärkste Kraft geworden.apa/reuters