„Wofür hätten wir bis jetzt alle Opfer vollbracht, wenn wir jetzt die Kursrichtung ändern würden? Welchen Sinn hätten alle bisherigen Reformen?“, fragte Napolitano nach Angaben italienischer Medien.Napolitano: Nun beginnt Zeit der StabilisierungDie Phase des Notstands sei zu Ende, jetzt habe die Stabilisierungsphase begonnen.„Monti hat eine tiefgreifende Sanierung der öffentlichen Bilanzen und eine beeindruckende Serie von Reformen in die Wege geleitet“, erklärte der italienische Präsident.Seiner Ansicht nach dürfe sich die internationale Gemeinschaft keine Sorgen machen, dass der Reformprozess in Italien nach Ende von Montis Amtszeit und den Parlamentswahlen im kommenden Frühjahr nicht fortgesetzt werde.„Wahlen sind immer mit Ungewissheit verbunden. Man muss jedoch der Weisheit unserer Bürger vertrauen“, erklärte Napolitano.Zu EU: „Je mehr wir mit einer Stimme sprechen, desto mehr zählen wir“Das Staatsoberhaupt drängt auf die Notwendigkeit, den Zusammenhalt in der EU zu stärken.„Je mehr wir mit einer einzigen Stimme sprechen, desto mehr zählen wir auf internationaler Ebene. Die Alternative ist, dass Europa überhaupt kein Gewicht mehr hat. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als auf dem Weg der Integration fortzuschreiten. Dieser Prozess hilft uns, unser gemeinsames Schicksal wieder zu entdecken“, so Napolitano.Er appellierte an Medien und Politik, die Vorteile der EU-Mitgliedschaft und nicht nur die Kosten Europas hervorzuheben.apa