Zuvor hatte das westliche Verteidigungsbündnis ihre Einschätzung bekräftigt, dass eine in Richtung Türkei fliegende iranische Rakete bewusst auf das NATO-Mitglied abgefeuert worden war. Auf die Frage, ob die ballistische Rakete absichtlich Ziele in der Türkei ins Visier genommen habe, antwortete der Sprecher des obersten NATO-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag mit „Ja“.<BR /><BR />Weitere Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen nicht machen. „Ich werde keine weiteren Informationen preisgeben, die die Sicherheit oder den Schutz der Streitkräfte beeinträchtigen könnten“, sagte O'Donnell.<BR /><BR />Die aus dem Iran abgefeuerte Rakete war am Mittwoch von einem NATO-Abwehrsystem zerstört worden. Die NATO hatte den Iran umgehend dafür verurteilt, die Türkei „ins Visier zu nehmen“. Aus türkischen Regierungskreisen verlautete allerdings zunächst, die Rakete habe nicht die Türkei zum Ziel gehabt, sondern eine Militärbasis auf Zypern. Die Rakete sei wohl „vom Kurs abgekommen“. Das türkische Außenministerium bestellte wegen des Vorfalls den iranischen Botschafter ein.