Samstag, 04. Januar 2020

Nato setzt Training im Irak vorerst aus

Nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani durch die US-Armee im Irak hat die Nato die Truppenausbildung im Irak vorerst gestoppt. Sprecher Dylan White betonte am Samstag jedoch, dass die Mission grundsätzlich weitergehe.

Auch die NATO ist nach Amerikas Übergriff vorerst vorsichtig.
Auch die NATO ist nach Amerikas Übergriff vorerst vorsichtig. - Foto: © APA/afp / BRENDAN SMIALOWSKI

„Aber die Ausbildungsaktivitäten sind vorübergehend ausgesetzt.“
Die Nato beobachte die Lage in der Region sehr genau, sagte White.

Die Sicherheit des Personals habe Priorität. „Wir werden weiterhin alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen treffen.“ Generalsekretär Jens Stoltenberg habe nach den jüngsten Entwicklungen mit US-Verteidigungsminister Mark Esper telefoniert.

Der aktuelle Irak-Einsatz der Nato war im Oktober 2018 angelaufen. Er soll die irakischen Streitkräfte in die Lage versetzen, ein Wiedererstarken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu verhindern. Dazu schulen mehrere hundert Ausbilder aus Nato-Staaten und Nicht-Nato-Staaten irakische Militärausbilder und helfen beim Aufbau von Militärschulen.

Die deutsche Bundeswehr hatte bereits am Freitag beschlossen, die Ausbildung von Sicherheitskräften der Kurden und der Zentralregierung im Irak auszusetzen. Diese sind Teil des internationalen Einsatzes gegen den IS („Counter Daesh“).

dpa

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